GANDERKESEE - 662 Gäste und rund 100 Aktive feierten beim Kinderfasching ausgelassen. Von der Spende der NWZ werden neue Garde-Stiefel gekauft.

Von Karsten Kolloge

GANDERKESEE - Bemerkenswert. Nico, zwei, schlief. In seinem Buggy. Und das, wo doch das Leben um ihn herum tobte: 662 Gäste und rund 100 Aktive ließen gestern in der Festhalle am Steinacker fünf gerade sein. Der Große Kinderfasching der GGV zog dort in seinen Bann. Allerdings: Ausverkauft war die Festhalle nicht.

In der weiträumigen Halle zeigten sich viele der jungen Piraten und Piratinnen, Prinzessinnen, Ninjas oder Marienkäfer anfangs norddeutsch-reserviert. Nur wenige trauten sich auf die Tanzfläche vor der Bühne. Doch mehr und mehr taute das Eis. Schließlich lockte auf der Bühne ein sehenswertes Programm.

Zum Beispiel mit Show: Gelenkig und mit gekonnten Sprüngen setzten zehn Piratinnen aus der Trampolinabteilung des TSV eine eigene Version vom „Fluch der Karibik“ in Szene (Trainerin: Brigitte Maß). Sehenswert auch der Jazz-Tanz einiger Mädchen aus der „Bunten Mischung“ zur Footlose-Filmmusik (Regina Reepel).

Routiniert und souverän führte Maren Alfs durchs Programm. „Nur nicht die ganzen Leute angucken“, verriet die 13-Jährige ihr Rezept. Denn das mache nervös.

„Locker bleiben“ – diese Devise hatten Yvonne Hummel-Kwasny und Melanie Tönjes-Pleus für die von ihnen trainierten Flower Girls ausgegeben. Schließlich standen Christin Lüdeke, acht, Annika Harms, elf, Corinna Auffarth, elf, und Ramona Harms, zehn, zum allerersten Mal auf der Bühne. Hier machte sich bezahlt, dass sie die von Klaus Meyer neu betexteten Ohrwürmer unter „erschwerten Bedingungen“ einstudiert hatten – in einem Raum mit den Kleinkindern Nils und Mika, mit Hund Rübe und Katze Flecki.

Unbeschwert stieg Silvio Kennecke in die Bütt. Der Achtjährige spielte seine Berufswünsche durch. Vielleicht Friseur? „Haare waschen, färben und Locken drehn, damit auch Hässliche wieder können auf die Straßen gehn.“ Oder lieber Arzt? „Wie lange die Patienten auch warten, wenn sie mal krank, der Ärger trifft die Helfer, und mich der Dank.“

Überrascht wurde an diesem Nachmittag NWZ -Mediaberater Jörg Rabenberg, der einen Scheck für den Kinderfasching über 500 Euro überreichte. Die Spende der NWZ soll beitragen, neue Tanzstiefel für die Weiß-Blauen Funken anzuschaffen. Was Rabenberg nicht wusste: Das Kinderfaschings-Team stellte ihm Daisy Duck (Klaus Meyer) vor. Geplant sei, Gernot Ganter zu einem Tänzchen mit Daisy zu bewegen.

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