GANDERKESEE - Rund 80 Kinder und Jugendliche sind am Programm beteiligt. Vom Kinderfaschings-Team gab es viel Lob.
Von Hergen Schelling
GANDERKESEE - „Der Ganderkeseer Fasching kennt keine Nachwuchsprobleme“, sagte Melanie Tönjes-Pleus, Chefin des Kinderfaschings, schon vor der Hauptprobe. Gut 90 Minuten später durfte die „Regisseurin“ des närrischen Nachwuchses sich bestätigt sehen: Das Programm, das die rund 80 Kinder und Jugendlichen am Sonnabend in der Aula des Gymnasiums abspulten, zeugt von großer Begeisterung und beachtlicher Professionalität aller Mitwirkenden.Zwar gab es hier und da noch kleine Aussetzer bei den Texten, Stolperer in den Tanznummern und ein paar technische Probleme – aber davon ließen sich die Akteure nicht beirren und die „Mutter der Kompanie“ schon gar nicht: „Dafür ist die Hauptprobe ja da“, erklärt Tönjes-Pleus. „Die Kinder brauchen sie, um die Sicherheit für ihren Auftritt zu finden“. Den letzten Schliff kriegen sie bei der Generalprobe am nächsten Sonnabend in der Festhalle.
So auch die „Flower Girls“, die zum ersten Mal gemeinsam auftreten. Seit Oktober hatten Christin Lüdeke, Corinna Auffarth sowie Ramona und Annika Harms bei Melanie Tönjes-Pleus und Yvonne Hummel-Kwasny im Wohnzimmer geübt – am Sonnabend mussten sie sich erstmals vor Publikum beweisen, denn viele Eltern und Faschings-Aktivisten säumten die Proben-Bühne. „Klasse gemacht“, lobte hinterher Klaus Paukstat vom Kinderfaschings-Team das Gesangs-Quartett.
Mit einer atemlosen Tanznummer zu fetzigen Techno-Klängen sind die „Bobbies“ im Programm, auch die TSV-Turnkinder kommen als Piraten sportlich daher. Schmissig wie immer wirbeln die Rote Garde und die Weiß-Blauen-Funken über die Bühne, und auch die flotte Tanzeinlage der „Bunten Mischung“ klappte schon bestens.
Und dann ist da noch Büttenredner Silvio Kennecke. Nach seinem gefeierten Debüt im Vorjahr weiß der Achtjährige, wie der Hase beim Fasching läuft, und lässt sich auch von einer wackeligen Textablage und einem improvisierten Mikrofonständer in Person von Klaus Meyer nicht aus der Ruhe bringen. Seine launigen Gedanken zur Berufswahl dürften auch seine Altersgenossen amüsieren, zumal Silvio am Ende ausspricht, was für alle Teilnehmer beim Kinderfasching gelten darf: „Ein lustiger Mensch will ich auf jeden Fall bleiben!“
