GANDERKESEE - GANDERKESEE - Schon die Busse auf dem Parkplatz von Backenköhler in Stenum zeugten von der Größe der Veranstaltung: Aus den Kreisen Aurich und Grafschaft Bentheim, aus Osnabrück und Wittmund waren mehr als 500 Landfrauen angereist, um beim 8. Singkreistreffen Weser-Ems ihre Stimme erklingen zu lassen. 20 Chöre – zwei hatten kurzfristig absagen müssen – sangen am Sonntagnachmittag im Festsaal getreu dem Motto „Freunde, singt mit uns die schönsten Lieder der Welt . . .“.
Gesang und Musik, die „uralte Art der Verständigung“, wie Magda Schütte im Grußwort sagte, beherrschten den Nachmittag. Die Vorsitzende des Singkreises der Landfrauen Ganderkesee hatte das Großereignis, das alle zwei Jahre in einer anderen Gemeinde ausgetragen wird, mit ihrem Chor ein halbes Jahr lang vorbereitet. Selbst eine Erkrankung konnte sie nicht abhalten, die einleitenden Worte zu sprechen und ihren Chor auf dem Klavier zu begleiten. Am Abend ging es zurück ins Krankenhaus, aus dem sie sich am Morgen selbst entlassen hatte.
Frieda Hensmann, Vorsitzende der 31 000 Landfrauen in Weser-Ems, lobte die Frauen als „Kulturträger des ländlichen Raums“. Die Vorsitzende des Landfrauenvereins Ganderkesee, Karin Bellers, begrüßte die „Chöre aus allen Himmelsrichtungen“ als „festen Bestandteil des Vereinslebens“. Ein besonderes Lob galt den Gastgebern, die den Festsaal am Morgen innerhalb von nur einer Stunde fantasievoll geschmückt hatten, nachdem in der Nacht noch ein Ball stattgefunden hatte.
Auch Landrat Frank Eger lobte die „vielen fleißigen Hände“. Die Landfrauen seien mit ihrem „Engagement und ihrer Ehrenamtlichkeit ein wesentlicher Bestandteil jeder Gemeinde“. Wie Eger freute sich auch Bürgermeister Gerold Sprung über das „beeindruckende Bild“ von der Bühne auf 500 Frauen aus ganz Weser-Ems. „Wenn man so viele Frauen sieht, kann man die eigene schon mal zu Hause lassen“, konterte er Befürchtungen, er könne sich, wie die anderen wenigen Männer im Saal, etwas verloren fühlen.
