GANDERKESEE/LANDKREIS - Der Verein „Zwaig“ ist offenbar gut beraten, am Konzept für seine Ausbildungsplatzbörsen weiter zu feilen. Denn: Befragungen während der jüngsten, achten Börse am 11. Oktober in Wildeshausen bescherten zwar viel Anerkennung und Lob – aber es gab auch eine Menge Anregungen sowie Kritisches. Am Dienstag stellte Zwaig im Ganderkeseer Rathaus vor, was sich Schüler, Lehrer und Aussteller wünschen – und was man selbst erhofft.

Bei der Veranstaltung im Rathaus hatten die beiden Zwaig-„Motoren“ Gerd Jacoby und Rolf Stiening zunächst mehrere Hände zu schütteln. Es galt, den Gewinnern einer Verlosung während der Börse ihre Preise auszuhändigen (siehe nebenstehenden Kasten).

Die achte Börse war von etwa 2800 Schülern aus 24 Schulen besucht worden, 36 Aussteller zeigten Flagge. Bedauerlich fand Gerd Jacoby, dass sich nur wenige Eltern blicken ließen – zumal deren Rat „in einem komplizierter werdenden Prozess“ der Suche nach dem richtigen Ausbildungsplatz so wichtig sei. Jacoby hatte in der Wildeshauser Widukindhalle gerade mal vier Mütter gesichtet. Allerdings sei das Interesse der Schüler steigend.

An der Befragung zur Börse hatten 492 Schüler, elf Lehrer sowie 20 Aussteller teilgenommen. Bei den Schülern hatte es 44 Prozent „gut gefallen“, 52 Prozent „weniger gut“. Von den Kritikern wurde vor allem das Gedränge moniert: „Es war zu voll“, hieß es da. Auch wurden mehrere Berufe vermisst – wie etwa Friseur, Tierpfleger, Fotograf, Kosmetiker, Krankenpfleger, Florist.

Auch den Ausstellern gaben die Schüler eine Reihe von Anregungen mit auf den Weg. Eine davon: „Mehr Pep“ bei den Präsentationen der Berufe.

Bei den Ausstellern sahen 40 Prozent ihre Erwartungen durch die Börse erfüllt, für 45 Prozent war dies „zum Teil“ der Fall. Zwei der Kritikpunkte: „Die Gymnasiasten fehlen“ und „Nachmittags gab’s keine Besucher“.

Von Seiten der Lehrer kam schließlich der Hinweis, dass viele Schüler sich nicht getraut hätten, das Gespräch an den Ständen aufzunehmen. Dort seien Kleidung und Haltung teils zu steif gewesen. Positiv wurde bewertet, dass vielfach Auszubildende den Schülern Auskünfte gaben.