Ganderkesee - 16 Konzerte an einem Abend, alle restlos ausverkauft: So las sich im vorigen Jahr die Premiere der „4x4 Konzerte in der Mitte von Ganderkesee“.

Dass es eine zweite Auflage geben würde, stand für die Organisatoren Dr. Wiebke Steinmetz (regioVHS), Thorsten Ahlrichs (Ev.-luth. Kirchengemeinde) und Stefan Lindemann (Verein Rathauskonzerte) schnell fest – für Letzteren ganz besonders schnell: Um 2.09 Uhr – in der Nacht nach dem Konzertreigen – landete in Wiebke Steinmetz’ Postfach eine E-Mail, in der ihr Lindemann einen vollständigen Programm-Vorschlag für 2017 inklusive Kalkulation unterbreitete. Getrieben hatten ihn in seine Euphorie die Rückmeldungen des Publikums zum neuen Konzertformat.

Am Samstag, 9. September, werden die 4x4-Konzerte neu aufgelegt. Beim Programm setzen die Organisatoren auf Bandbreite – wobei die Hörgewohnheiten der Stammgäste in den jeweiligen Lokalitäten ein wenig durcheinandergewirbelt werden dürften.

Kirche

In der St. Cyprian- und Corneliuskirche erklingen, wie schon 2016, passend zum Motto wieder die „Vier Jahreszeiten“ – diesmal jedoch auf südamerikanische Art: Das Cornelius-Consort, bestehend aus Anna Reisener (Violoncello), Josteen Ellée (Violine) und Thorsten Ahlrichs (Klavier), spielt Astor Piazollas „Las Cuatro Estaciones porteñas“.

Altes Rathaus

Akkordeonmusik, die von Klassik über Weltmusik bis hin zum Schlager reicht, erklingt bei hoffentlich gutem Wetter im Garten des Alten Rathauses. Alexandre Bytchkov spielt hier unter anderem Stücke von Rossini und Paganini, aber auch Reinhard Meys „Über den Wolken“.

Neues Rathaus

Ein Jazz-Klassik-Crossover kündigt Stefan Lindemann für die 30 Minuten im Lichthof des Rathauses an. Hier spielt der Pianist zusammen mit seinen Kollegen Arvid Graeber (Gitarre), Carolin Lenk (Violoncello) und Günter Orendi fünf von sieben Sätzen aus dem „Concerto for Guitar an Jazz Piano Trio“ des zeitgenössischen Komponisten Claude Bolling.

Kulturhaus Müller

Das „Duo Agile“ – Paulina Kilarska (Cembalo) und Wibke Oppermann (Traversflöte) – gestalten das Konzert im Kulturhaus Müller. Sie entführen unter anderem mit Klängen von Bach, Vivaldi und Couperin ins 17. und 18. Jahrhundert.

Dafür, dass am 9. September auch ortsfremde Zuschauer von einem Ort zum anderen finden, sorgt eine 9. Klasse des Gymnasiums: Unter der Leitung von Kunstlehrerin Anna Faigle und der Studentin Mirja Schole entsteht dort gerade ein Leitsystem. Unter anderem werden vor den Gebäuden illuminierte Skulpturen den Weg weisen.

Junge Menschen möchten die Organisatoren auch als Besucher ansprechen: Dank der Förderung durch die EWE-Stiftung und die Oldenburgische Landesbank (OLB) kann der reguläre Eintrittspreis mit 16 Euro niedrig gehalten werden, um ein möglichst breites Publikum anzusprechen. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre haben sogar freien Eintritt zu den Konzerten.

Karoline Schulz
Karoline Schulz Redaktion Ganderkesee