GANDERKESEE - Zu Georg Friedrich Händels Todestag, der sich am 14. April zum 250. Mal jährt, wird es im 40. Rathauskonzert einen lebendigen Querschnitt aus seinem kammermusikalischen Schaffen geben. In unterschiedlichen Besetzungen der Instrumente Blockflöte, Viola da Gamba und Cembalo als Solo, Duo oder Trio wird das „Ensemble Passaggiata“ unter dem Titel „Viva Händel“ am Sonnabend, 21. März, vier Sonaten und Suiten spielen. Ergänzt wird das Programm durch eine Sonate von Arcangelo Corelli, bei dem Händel als 22-Jähriger hospitierte und die zu der Zeit sehr wichtige italienische Musikszene erfuhr.
„Sachse oder Teufel“
Corelli, nur vier Jahre älter als Händel, soll bei einem Maskenball inkognito Händels Cembalospiel gehört und ausgerufen haben: „Das muss entweder der berühmte Sachse oder der Teufel gewesen sein.“ Ferner steht ein Trio von Georg Philipp Telemann, mit dem Händel einen freundschaftlichen Musikaustausch pflegte und der mehrere seiner Werke aufgeführt hat, im Programm. Außerdem gibt es eine Gambensonate von dem knapp 50 Jahre jüngeren Carl Friedrich Abel, der gebürtig aus Köthen stammt. Abel ist gemeinsam mit dem in Halle geborenen Händel, dem in Magdeburg geborenen Telemann sowie dem aus Eisenach stammenden Johann Sebastian Bach ein beredter Beleg dafür, welch ein geballtes musikalisches Zentrum dieser mitteldeutsche Raum damals war.
Fachleute für Alte Musik
Es spielen Annette John, Blockflöte, Juliane Laake, Viola da Gamba, und Martina Fiedler, Cembalo. Die Musikerinnen trafen sich nach Ausbildung an unterschiedlichen Orten an der Hochschule für Künste Bremen und haben sich dort und in weiteren Meisterkursen in den Niederlanden zu Fachleuten für Alte Musik entwickelt. Das Konzert am 21. März beginnt um 19.30 Uhr im Ganderkeseer Rathaus.
