GANDERKESEE - Zur Ruhe kommen – das hat für Stefan Isenberg eine doppelte Bedeutung. Der gebürtige Ganderkeseer, der als Landschaftsgärtner mit Meisterbrief viele Jahre einen eigenen Betrieb in Hamburg geführt hat, ist in der Welt viel herum- und nach vier Jahrzehnten jetzt wieder in seinem Elternhaus am Wübbenhorster Weg an- und zur Ruhe gekommen. Dabei hilft ihm auch die Musik: Zusammen mit seiner Lebenspartnerin Kerstin Döring frönt Isenberg den spirituellen Klängen. Tief ins Innere abtauchen, sich völlig entspannen, zur Ruhe kommen: dazu braucht der Weltenbummler, der zuletzt gut zwei Jahre auf der Kanaren-Insel La Gomera verbracht hat, die Welt der Töne.
In ihrem Haus auf dem mit großen Bäumen bewachsenen Grundstück mit eigenem See wollen Kerstin Döring und Stefan Isenberg künftig regelmäßig musikalische Nachmittage veranstalten, auf denen die Besucher mitsingen und mitspielen können. Die ersten Termine sind jeweils sonntags, am 8. Februar und am 8. März, um 17 Uhr.
„Das sind nicht-kommerzielle Veranstaltungen. Uns geht es darum, mit anderen Menschen in Kontakt und ins Gespräch zu kommen“, sagt Stefan Isenberg. Zu erzählen hat er eine Menge – angefangen von den ersten Klavierstunden in Hude über Episoden als Straßensänger in der Bremer Böttcherstraße bis hin zu Auftritten mit Bands in Hamburg oder als Musik- und Zauberclown Stefan Riesenzwerg. Und erzählen kann er auch über die Vielzahl der eher seltenen Instrumente, die das Haus bevölkern. Das Monochord, eine hölzerne Liege mit Hohlraum, die auf 52 Saiten bespielt werden kann, hat er während eines Workshops selbst gebaut, ebenso die Rahmentrommel aus Hirschleder oder die Trommel aus dem überdimensionalen Blütenstiel einer Agave, der mit Ziegenleder bespannt ist. Dieses Instrument entstand während des Aufenthalts auf La Gomera. Die Insel sei sein „Lebenstraum“ gewesen, bekennt Isenberg. Er betrieb dort ein Kulturcafe. „Kurz vor Sonnenuntergang haben wir uns am Strand getroffen, um Musik zu
machen“, erinnert er sich immer noch gern an die Zeit. „Manchmal haben die Menschen kurzzeitig ihre Arbeit unterbrochen um mitzumachen.“
Trotz der positiven Erfahrungen kam bei dem Paar irgendwann so etwas wie Sehnsucht nach der Heimat auf. „Immer nur Sonnenschein ist auch langweilig“, bekennt Kerstin Döring freimütig. Und nachdem sie die deutlich erkennbaren Unterschiede der Jahreszeiten wieder zu spüren bekommen hat, weiß sie, wie anstrengend permanente Sonne sein kann.
An- und zur Ruhe gekommen in Ganderkesee, „möchten wir von unserem Glück etwas abgeben“, weist Isenberg auf die musikalischen Nachmittage hin. „Wir pflegen dabei die Spiritualität – locker und mit viel Lachen, aber auch mit Demut.“ Isenberg ist für Rückfragen unter 04223/707852 zu erreichen.
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