GANDERKESEE - Nach einem Jahr Bühnenerfahrung gilt Marvin Kruse schon jetzt als Sternchen am Firmament des deutschen Schlagerhimmels. Seine Karriere begann er 2009 am Ballermann.
Was Zukunftsprognosen betrifft, hält sich der 22-Jährige bedeckt. „Ich kann noch nicht darüber sprechen, aber in ein, zwei Monaten wird es Neuigkeiten geben“, kündigt er an. Nachdem er sich von seinem Produzenten „Villa Entertainment“ getrennt hat, habe er nun diverse Angebote, die es zu prüfen gelte.
„Nach meinen Fernseh-Auftritten wurden einige Menschen auf mich aufmerksam“, erzählt der Sänger. Im Mai war er zum ersten Mal auf Mallorca aufgetreten und hatte mit Songs wie „Ich will dein Weihnachtsmann sein“ und „Wenn du unbedingt gehen willst“ die Menge begeistert.
In den Genuss dieser Lieder werden seine Fans in Zukunft wohl vorerst nicht kommen, denn die Rechte liegen bei den Produzenten. Marvin verspricht aber, bei den nächsten Auftritten mit neuen Ideen aufzuwarten.
Auf den Schlager ist Kruse erst mit 16 Jahren gekommen. „Mein Vater hat mir als Belohnung für meinen Realschulabschluss eine Reise nach Mallorca geschenkt. Da hab ich dann Jürgen Drews und Mickie Krause gesehen und bin auf den Geschmack gekommen“, sagt er.
Den ersten Auftritt überhaupt hatte der gebürtige Delmenhorster in Hude. „Ich fand mich beim ersten Mal nicht so toll, aber den Leuten hat es gefallen“, sagt Kruse bescheiden über seine Show. Inzwischen sei die ganze Familie im Schlager-Fieber. „Meine Oma ist total begeistert und hört ständig meine Musik“, so Kruse.
2010 will es der junge Mann so richtig krachen lassen. Eine Karriere in seinem gelernten Beruf als Postbote kann er sich kaum noch vorstellen. Trotz seiner wachsenden Berühmtheit will Kruse Ganderkesee nicht den Rücken kehren: „Hier ist meine Heimat. Viele Leuten kannten mich schon vor der Musik, die rasten nicht aus, wenn sie mich sehen“, so Kruse. Mallorca sei für ihn nur eine Station auf dem Weg nach oben, am liebsten würde er in volkstümlichen Shows auftreten. „Viele wollen zu MTV, aber mein Traum ist es, einmal bei Florian Silbereisen aufzutreten“, schwärmt Kruse.
