GANDERKESEE - Wir hatten einen Treffpunkt abgemacht und eine Uhrzeit, gesehen hatten wir uns vorher noch nicht, und trotzdem stand fest: Die Person in der Mitte des Marktplatzes konnte nur York Sander sein.
Der 20-Jährige spielte in der Ganderkeseer Band „Letzte Hilfe“ zusammen mit lokalen Musikern wie Levin Bumann und Sönke Thiemann. Die Gruppe löste sich im vergangenen Sommer auf – kein Grund für York Sander aufzuhören mit der Musik, an der ihm so viel liegt.
Ein Instrument hatte der lässig gekleidete Gitarrist nicht dabei, doch dass vor einem ein Musiker steht, war irgendwie trotzdem klar,. Zu erkennen nicht an einem Kleidungsstück oder Accessoire, sondern eher an der Ausstrahlung. Der Auszubildende ist seit der Bandauflösung solo unterwegs, schreibt eigene Songs, nimmt diese auf, spielt auf Konzerten.
„Die Lieder handeln fast immer von Themen aus meinem Leben, was ich erlebt habe, oder was eben so passiert“, zeigt er auf. Nicht nur das, einige Songs sind auch extra für seine Arbeit als Sozialpädagoge geschrieben und komponiert. „Ein Weihnachtslied für Kinder habe ich komponiert“, sagt York Sander: „Und weitere Kinderlieder.“ Die sollen zwar nicht auf die in Planung befindliche CD, doch missen möchte er sie dennoch nicht.
Sein Repertoire liegt derzeit bei gut 16 Liedern, die er auf Konzerten spielt. „Von lustig bis melancholisch“, reicht die Bandbreite. Entstehen würden die Songs je nach Laune, erklärt York Sander: „Im Winter sind die Melodien und die Texte meist etwas trauriger und ruhiger. Jetzt, wo die Sonne rauskommt, habe ich schon einen fröhlichen Song getextet.“
Einige Stücke schreibt er spontan runter, an anderen feilt er länger. „Einmal ist mir ein Text auf einer Autofahrt eingefallen, den musste ich sofort aufschreiben“, erzählt er. Die Melodien dazu schwirren ihm im Kopf herum. „Melodien zu schreiben fällt mir leichter als zu texten. Daher habe ich viele Melodien, die noch ohne Texte sind.“
Die Lieder sind abwechslungsreich, reichen von Pop über Swing bis Reggae. Nicht nur die Gitarre als sein Hauptinstrument baut York Sander in die Stücke ein, hinzu kommen Percussion und Mundharmonika. „Je nachdem was passt, das entscheide ich spontan“ sagt York Sander, der bereits viele Instrumente ausprobiert hat – vom Bass bis zum Klavier, so vielfältig sind eben auch die Songs.
