GANDERKESEE/OLDENBURG - Rund 25 Werke werden sechs Wochen ausgestellt. Die Eröffnung ist am 19. April.

Von Jan zur Brügge

„Sieh es doch mal so“ – unter diesem Motto werden rund 25 Bilder von Marina Schulze aus Ganderkesee ab kommender Woche im „Kunstfoyer am Langenweg“ in Oldenburg ausgestellt. Nach der Eröffnungsveranstaltung am Donnerstag, 19. April, um 18 Uhr werden die Werke der Künstlerin für sechs Wochen bis zum 1. Juni zu sehen sein.

Dargestellt sind ganz alltägliche Gegenstände. Neben Flüssigkeiten sind es unter anderem Pilze, Luftballons oder auch Arme und Beine. Die Künstlerin macht es den Besuchern allerdings nicht unbedingt leicht. Ihre Werke haben im Normalfall keinen Titel. Der Betrachter soll selbst erkunden, was er sieht und wie er es sieht, und muss dabei feststellen, dass er die Dinge so nicht kennt. Oberflächen sind das Thema der 33-Jährigen. Allerdings nicht in ihrer Gesamtheit, sondern mit dem mikroskopischen Blick der Künstlerin. „Ein sehr persönlicher Ansatz, der manchmal auch ganz schön schräg sein kann, war schon bei der Aufnahmeprüfung an der Hochschule von großer Bedeutung. Mein Anspruch ist nicht die klare, sondern eine neue und andere Art der Ansicht.“

Die in Delmenhorst geborene Malerin wohnt inzwischen in Ganderkesee. „Ich fühle mich wohl auf dem Land und werde hier auch oft inspiriert“, erzählt Schulze. Sie ist Meisterschülerin der renommierten Künstlerin Katrin Kneffel von der Hochschule Bremen und hat ihr Atelier im „Künstlerhaus am Deich“ in der Hansestadt. Seit Beginn ihres Studiums der Freien Kunst an der HfK Bremen im Jahr 1999 stellt Schulze aus und verzeichnete zahlreiche interessante Veranstaltungen. Zu sehen waren ihre Werke unter anderem schon in Belgien oder in der Schweiz.

Bei der Eröffnung wird der Bremer Kunstkritiker Rainer Bertold Schossig eine Einführung anbieten. Natürlich wird auch Schulze zugegen sein. Anfang Mai geht es für sie allerdings – ausgestattet mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes – zu einem fünfmonatigen Aufenthalt auf Island. „Stipendien sind für Künstler wichtig, damit man nicht frei in der Luft hängt“, berichtet die 33-Jährige und fügt an: „Als Künstler lebt man nicht auf großem Fuß. Not macht aber auch irgendwie erfinderisch.“