GANDERKESEE -

Von Jan Kuhlmann

GANDERKESEE - Die Vielfalt der Gitarrenmusik haben am Sonnabendabend die Zuhörer beim 24. Ganderkeseer Rathauskonzert erlebt. Die Guitar Company aus München unter der Leitung von Stephan Stiens sorgte für ungewohnte musikalische Eindrücke.

Johann Sebastian Bachs „Kunst der Fuge“ leitete das Programm ein. Das geheimnisvolle Werk aus Bachs Nachlass, für das der Komponist kein bestimmtes Instrument vorgesehen hatte, gewann im Gitarren-Arrangement eine eindrucksvolle Anmutung. Beachtlich war auch die Gitarren-Transkription des eigentlich für Laute und Streicher komponierten Quartetts Nr. 8 von Joseph Haydn.

Auf die klassischen Werke folgten nach der Pause moderne Stücke: Ein imaginiertes Tropengewitter des 1939 geborenen kubanischen Gitarristen Leo Brouwer forderte die ganze Phantasie der Interpreten. Die Sonata des Argentiniers Alberto Ginastera, die laut Stiens zu den spektakulärsten Stücken zählt, die im 20. Jahrhundert für die Gitarre geschrieben wurden, forderte wiederum vom Zuhörer Einfühlungsvermögen.

Auch beim Genuss des Stücks „Elassomorph“ des Amerikaners Stephen Funk Pearson waren Kenntnisse der amerikanischen Folk- und Jazz-Geschichte von Vorteil. Ein fröhliches Stück von Maurice Ravel schloss schließlich als Zugabe das spannende Konzert ab.