GANDERKESEE - Ein Dutzend Jahre alt ist der Verein Rathauskonzerte Ganderkesee inzwischen, der jetzt ein Jubiläum ansteuert: Am Sonnabend, 29. Oktober, steht sein 50. Konzert auf dem Programm. Für diese Veranstaltung haben die Organisatoren ein besonders festliches Programm mit üppiger Besetzung ausgewählt, nämlich Harmoniemusik mit einem Bläseroktett, verstärkt durch einen Kontrabass. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr im Lichthof des Rathauses. Eintrittskarten zum Preis von zwölf Euro gibt es an der Abendkasse.

Harmoniemusik ist seit 1770 eine in Wien beliebt gewordene Form der gehobenen Unterhaltung bei Hofe und in größeren Adelshäusern, sofern die Mittel für ein eigenes Opernhaus nicht ausreichten. Entstanden ist sie durch Transkriptionen gängiger Opern für Bläserensemble, meistens bestehend aus je zwei Oboen, Klarinetten, Hörnern und Fagotten. „Diese Ensemblezusammensetzung sorgt für einen – trotz der Oboen – etwas dunklen, sehr vollen Klang“, heißt es in der Ankündigung.

Weil der Klang so populär war, schrieben die maßgeblichen zeitgenössischen Komponisten auch eigene Werke für diese Besetzungen, die weit über den eher gehoben unterhaltenden Charakter der Transkriptionen hinaus reichten. Eines dieser Werke steht im Zentrum des Programms: die Serenade c-moll KV 388. Das zweite große Werk des Abends ist die Bearbeitung von Teilen der Mozart-Oper „La Clemenza di Tito“. „Vor allem auf die Arien, sowohl Soloarien als auch die bei Mozart meistens besonders harmonisch ausdrucksvoll gelungenen Duette und Terzette, dürfen die Hörer gespannt sein“, kündigt der Verein Rathauskonzerte an. Außerdem wird ein Rondino von Ludwig van Beethoven und eine Partita des tschechischen Komponisten Franz Krommer, fast gleichaltrig mit Mozart und ebenfalls in Wien tätig, gespielt.

Es musiziert das Ensemble Prisma mit Ursula Fischer und Daniela Schissler (Oboe), Margarete Fiedler und Susanne Heilig (Klarinette), Adam Lewis und Uwe Tessmann (Horn), und Stephanie Hupperich und Bernard Wesenick (Fagott). Außerdem wirkt die Kontrabassistin Solveig Friedrich mit. Fünf der Musiker entstammen der Jungen Deutschen Philharmonie, aus der einst auch die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen hervorgegangen ist.

Die Prisma-Musiker spielen auch in deutschen Orchestern, meistens in der herausragenden Solorolle.