GANDERKESEE - Groß und laut: eine beeindruckende Lautentwicklung demonstrierten während eines Konzerts am Montagabend drei Musiker aus Bremen mit ihren Alphörnern. Im Rahmen der Concerto-Reihe spielten Yvonne Sextroh, Dominik Kratzer und Jörg Pukrop im Haus Müller mehrere Stücke für drei Alphörner, darunter auch überraschende Interpretationen von „Tequila“ oder „Auf der Alm“. „Auf die Alphörner hat uns ein Musikerkollege aus Brandenburg gebracht“, erklärte Sexstroh die Wahl für die in der norddeutschen eher seltenen Instrumente, die früher als Signalhörner genutzt wurden. „Er hat uns auch die Adresse eines Mannes im Sauerland gegeben, der die Hörner selbst herstellt. Da sind wir hingefahren, und haben uns die Instrumente anfertigen lassen.“
Transportieren lassen sich die Hörner überraschend einfach. „Man kann sie in drei Teile zerlegen“, zeigte Jörg Pukrop die Blechmanschetten, die jeweils auf einem Drittel des Horns angebracht sind. Gespielt werden die Instrumente wie eine Trompete. „Den Ton formt man mit dem Mund“, erklärte Pukrop. Während ihres Konzertes spielte das Trio unter anderem das Waldhorntrio von Anton Reicha und das Terzett der drei Knaben aus der Zauberflöte.
Nach einer Pause sorgte ein Saxophonquartett mit Hennink Heidelk, Georg Hoffmann, Regina Ahrens und Jörg Pukrop für schwungvolle Unterhaltung. Mit Werken von George Gershwin und Thelonius Monk aber auch Johann Sebastian Bach und Oscar Peterson boten sie dem Publikum viel Abwechslung.
