GANDERKESEE - In ihre Geschichte von einem leukämiekranken Mädchen hat die Theater-AG der Realschule bekannte literarische Figuren eingebaut. Letztmalig wird im Gymnasium gespielt.
Von Karsten Kolloge
GANDERKESEE - Im 20. Jahr ihres Bestehens hat die Theater-AG der Realschule Ganderkesee Besonderes vor: Mit ihrem aktuellen Stück Pflück mir die Sterne vom Himmel! greift sie das schwere Thema Leukämie auf und will zugleich helfen. Denn die Hälfte des Eintrittsgeldes sowie alle eingehenden Spenden sollen an die Deutsche José Carreras-Stiftung in München gehen.Schon vor den Sommerferien war die Idee geboren worden, die Geschichte einer an Leukämie erkrankten Schülerin auf der Bühne darzustellen, berichtete AG-Leiterin Irmgard Gerken. Bei den Proben mit den 17 Akteuren habe man dann gemeinsam den Handlungsstrang entwickelt. Als im Dezember die Benefiz-Gala von José Carreras im Fernsehen lief, knüpfte die Theater-AG Kontakt zur deutschen Carreras-Stiftung welche das Ganderkeseer Vorhaben begeistert aufgenommen und Unterstützung mit Flyern, Plakaten und Spendenlisten angeboten habe.
Pflück mir die Sterne vom Himmel! erzählt von der lebensfrohen Marie, die, 18-jährig, an Leukämie erkrankt. In Fieberträumen begegnen ihr Figuren aus dem eigenen Schultheater. An dieser Stelle hat die AG bekannte literarische Figuren eingebaut: Da taucht der kleine Prinz auf (als Beschützer), da ist der welterfahrene Mr. Fogg (der Reisende) oder der graue Agent aus Momo (der anderen die Zeit stiehlt und Hilfe unterbindet).
Sehr viel Lampenfieber habe sie, gestand Marie-Darstellerin Katharina Kasanowski freimütig. Aber das müsse wohl sein. Neben ihr stehen auf der Bühne: Teresa Marie Stahmann, Monique Warnken, Jacqueline Lohse, Alina Reimann, Vanessa Rakow, Lena Seeber, Tina Helmbold, Pia Spalthoff, Sebastian Pund, Pascal Berkahn, Jessica Kappes, Maren Lafontaine, Kristina Filzow, Ronja-Isabell Lüschen, Madleen Danho und Jens Bruns.
In die Vorfreude vor der Premiere mische sich auch ein Stückchen Wehmut, sagte AG-Leiterin Gerken. Denn auf der Bühne des Gymnasiums dürfe man künftig nicht mehr auftreten. Die eigene Pausenhalle von Realschule und Hauptschule eigne sich hingegen für derartige Aufführungen nicht, jetzt müssten wohl neue Konzepte entwickelt werden.
