GANDERKESEE - Anfangs ging der Blick mehr als einmal gen Himmel, denn dort braute sich eine dunkle Wolkenwand zusammen. Doch später am Nachmittag bewahrheitete sich glücklicherweise, was die Gantermarkt-Vorsitzende Renate Drieling zur Eröffnung des Frühlingsfestes prophezeit hatte: Petrus schiebt die Regenwolken beiseite. Und so wurde das Frühlingsfest, das die Werbegemeinschaft Gantermarkt am Sonntag auf die Beine gestellt hatte, wieder einmal ein Publikumserfolg. Von Stunde zu Stunde wurde die Flaniermeile zwischen dem Bahnhof und dem vorderen Teil der Mühlenstraße voller.
Den Startschuss zu dem fröhlichen Spektakel hatte Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas gegeben, die zusammen mit ihren Stellvertreterinnen Christel Zießler und Elke Röhl sowie Erstem Gemeinderat Rainer Lange den 19 Drehorgelspielern applaudierte, die zum Auftakt der Traditionsveranstaltung wieder auf dem Friedrich-Bultmann-Platz aufspielten. Zwei der Teilnehmer waren eigens aus den Niederlanden angereist, um in Ganderkesee gute Laune zu verbreiten.
Und die machte sich schnell breit. Die Ganderkeseer Jugendfeuerwehr hatte einen Bachlauf gestaltet, der das verbindende Element in der Rathausstraße war. Und wer von dem künstlichen Gletscher am Bahnhof dem plätschernden Wasser in Richtung Mühlenstraße folgte, kam vom Winter quasi in den Frühling, symbolisiert durch verschiedene Cabrios: Die Fahrzeugschau, die Autohändler im Kreuzungsbereich aufgebaut hatten, lockte zahlreiche Menschen an. Aber auch die Oldtimer, die in der Mühlenstraße aufgereiht worden waren, ließen das Herz so manchen Autofahrers höher schlagen. Neben diversen Volkswagen waren auch ein Opel Kapitän und ein liebevoll restaurierter Karmann Ghia dabei. Kinder konnten sich erstmalig beim Waterball vergnügen in einer großen transparenten Kunststoffkugel im Wasser toben. Oder auch das Bungee-Trampolin ausprobieren. Oder Gernot Ganter, der vor derNWZ
-Geschäftsstelle Blumen verschenkte, den Flügel schütteln. Und natürlich bestand auch diesmal die Möglichkeit, am wärmenden Lagerfeuer direkt vorm Rathaus Stockbrot zu backen.Vor dem Sitz der Gemeindeverwaltung fand zum achten Mal im Rahmen des Frühlingsfestes eine Fundsachen-Versteigerung statt. Birgit Martens, die üblicherweise im Bürgerbüro arbeitet, schwang am Sonntag den Holzhammer. Dabei ging es nicht darum, den letzten Euro für die Gemeindekasse herauszuholen, sondern primär darum, wieder Platz im Rathaus-Keller zu schaffen, denn die nächsten Fundsachen kommen bestimmt.
Nicht nur auf den Straßen war es voll, sondern auch in den Geschäften, die anlässlich des Frühlingsfestes von 13 bis 18 Uhr geöffnet hatten. Die Händler seien durchaus zufrieden, zog Renate Drieling am Abend eine positive Bilanz.
Bereits am Vorabend hatte das Wetter der Veranstaltung alle Ehre gemacht. Zur Aprés-Ski-Party (ovales Bild) auf dem Marktplatz war es am Sonnabend bitterkalt.
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