GANDERKESEE - Was gehört unabdingbar zum „Ganter-Tach“? Ganter selbstverständlich. Und da diese in der Gantergemeinde seit einem Jahr untrennbar und an vielen Stellen sichtbar mit dem Verein GanterART verbunden sind, gehört selbstverständlich auch Kunst zum „Ganter Tach“ am Sonntag, 9. November. Erstmals wird dieses Jahr aber ein Kunsthandwerkermarkt vor dem Alten Rathaus die Veranstaltung bereichern. Und dieser Markt soll künftig eine feste Einrichtung zum „Ganter Tach“ werden, meinte Brigitte Witte von der regioVHS.

15 Künstler aus dem Kreativbereich der Volkshochschule werden an Ständen auf dem Friedrich-Bultmann-Platz ihre Werke anbieten und zum Teil auch vor Ort gestalten. So werde es etwa Seife geben, Schmuck und Floristik, verriet regioVHS-Verwaltungsleiterin Ingrid Mohr schon einmal. Aber auch ein Bildhauer und ein Holzschnitzer sei dabei. „Wir wollen uns schon deutlich von den üblichen Adventsbasaren abheben.“

Und zwischen all den Ständen wird eine Kunstaktion stattfinden. In der Mitte des Friedrich-Bultmann-Platzes wird Brita Bohnemann mit Kindern des „Lummerlands“ einen Kunst-Ganter gestalten, den der Vorstand des GanterART-Vereins der Kindertagesstätte zur Verfügung stellt. Wie der 1,55 Meter große Vogel genau gestaltet werde, wollte die Gymnasiallehrerin noch nicht verraten. Nur soviel: „Ich habe mir etwas überlegt, was für die Lummerlandkinder einen hohen Identifikationswert hat.“

Bemalt werde der Ganter von den Kindergarten- und Hortkindern, die von fünf Erzieherinnen unterstützt werden, mit schnelltrocknenden Acrylfarben – vor allem in den Farben des Logos der Einrichtung (Gelb, Rot, Blau und Grün). Für Brita Bohnemann, die bereits mit Kindern und Jugendlichen der Katenkamp-Schule und der Lebenshilfe zwei Ganter gestaltet hat, war eine Beteiligung an der Aktion selbstverständlich: „Kreative Prozesse gerade mit Kindern müssen unbedingt unterstützt werden“, ist sie dem Verein für diese Möglichkeit dankbar. Und für GanterART-Vorstandsmitglied Hermann Abeln steht neben dem künstlerischen vor allem der soziale Aspekt im Vordergund. In Anlehnung an ein Zitat des Priesters Don Bosco (bei dem Italiener waren es pfeifende Spatzen) umschrieb Abeln die Absichten des Vereins: „Fröhlich sein, Gutes tun und die Ganter schnattern lassen.“

Wo der Kunstganter des Lummerlandes später einmal seinen Standort haben wird, ist noch unklar. Interessierte können die Verwandlung des weißen Ganters in einen künstlerisch gestalteten aber von 13 bis 16.30/17 Uhr verfolgen.