Ganderkesee - Es gibt Kartoffelsalat und Würstchen, Suppe und Schnittchen – und es gibt Gesellschaft. Darum vor allem geht es bei der Veranstaltung „Heiligabend nicht allein“, die mit Unterstützung der Bürgerstiftung Ganderkesee auch in diesem Jahr wieder am 24. Dezember angeboten wird. Menschen, die an diesem hochemotionalen Tag die Gemeinschaft suchen, finden diese im Kulturhaus Müller, Ring 24 in Ganderkesee.
Das Angebot habe sich etabliert, freut sich Dr. Barbara Thomé von der Bürgerstiftung, die den Abend zum vierten Mal organisiert. Es gebe einige Stammgäste, die seit 2015 jedes Mal dabei sind, aber immer wieder auch neue Interessierte. Und es kommen nicht nur Alleinstehende und Ältere, Paare und jüngere Besucher sind ebenso willkommen. Erforderlich ist nur, um besser planen zu können, eine Anmeldung bis 20. Dezember unter
Der gemeinsame Abend im Haus Müller beginnt um 17 Uhr und wird bis etwa 21 Uhr dauern. Neben dem Essen am langen, weihnachtlich geschmückten Tisch werden Lieder gesungen und Geschichten vorgetragen. Das übernimmt unter anderem Peter Mienert, freier Theologe aus Hengsterholz.
Auch die aktuelle Ausstellung im Kulturhaus, „Equo Animo“, mit Pferdebildern der Tierfotografin Wiebke Haas, kann besichtigt werden. Und die obligatorischen Glückskekse dürfen nicht fehlen: „Die verteile ich immer am Anfang und dann liest jeder seinen Spruch vor“, erklärt Barbara Thomé. „Schon dabei entwickeln sich oft gute Gespräche.“ Die gehen dann am Tisch weiter. „Da wird über alles Mögliche geredet“, berichtet Thomé. Auch sensible Themen wie Altersarmut oder Gesundheit seien in den vergangenen Jahren zur Sprache gekommen – ohne dass die weihnachtliche Stimmung dadurch beeinträchtigt worden sei.
Die Leiterin des Kulturhauses, Dr. Wiebke Steinmetz, stellt die Räumlichkeiten gern für diese Veranstaltung zur Verfügung und ermuntert alle Interessierten zur Teilnahme: „Hier die Gemeinschaft zu suchen, ist etwas ganz Normales“, sagt sie. „Niemand muss sich erklären. Alleinsein ist schließlich kein Stigma.“
