GANDERKESEE - Einen Plattenvertrag gab es zwar nicht, aber immerhin können die „Superstars“, die im Rahmen des von der Werbegemeinschaft ausgerichteten Herbstmarktes am Wochenende erstmalig von einer Jury gekürzt worden sind, professionelle Aufnahmen im Tonstudio machen. Die Qualität der Beiträge, die die Teilnehmer insgesamt geliefert hatten, sei wirklich überraschend gewesen, sagte Wim Denker vom Vorstand der Werbegemeinschaft. Deshalb gebe es große Chancen, dass der Wettbewerb „Der Ganter sucht den Superstar“ im kommenden Jahr wiederholt wird, erklärte die Vorsitzende Renate Drieling. „Wir sind auf einem guten Weg.“

Von den Jugendlichen, die sich für die Endrunde qualifiziert hatten, wurden am Sonnabendnachmittag drei fürs Finale am Abend ausgesucht. Kim Aileen Matzner (17) aus Ganderkesee und die 15-jährige Jasmina Geßner aus Delmenhorst konnten die Jury abends zwar nicht so faszinieren wie Gina Scharrelmann, die mit ihren zwölf Lenzen zu den Jüngsten und Stimmgewaltigsten im Wettbewerb zählte, aber auch deren Beiträge waren sehr hörenswert. Kurzerhand wurden das Trio komplett ins Tonstudio eingeladen. Vor allem Siegerin Gina bewegte sich auf der Bühne, als hätte sie nie etwas Anderes gemacht.

Die erwachsenen Kandidaten konnten nicht ganz an das hohe Niveau der Jugendlichen anknüpfen. Die 64-jährige Eva Schröder aus Delmenhorst hatte sich eine Ballade von Elvis Presley ausgesucht, die sie ohne musikalische Begleitung in einer adaptierten Arie vortrug. Aljoscha Hirneiß aus Ganderkesee merkte man an, dass er noch nicht allzu lange auf der Gitarre spielt, mit der er sich selbst begleitete. Sinan Öztürk war mit einer Ball-Jonglage bis ins Finale gekommen, doch dann spielte die Nervosität dem 27-Jährigen einen Streich. Trotz eindrucksvoller Kunststücke blieb für ihn Platz 3, da doch etliche Male die Fußbälle auf dem Fußboden landeten.

Zu überzeugen wusste Sebastian Borde aus Sandkrug. Der 18-Jährige trat als Rapper mit einem eigenen Text auf.

Höhepunkt der Auftritte war nicht nur von der Reihenfolge her der Beitrag von Pia Oetken, die für Musik, Text, Begleitung und Gesang verantwortlich zeichnete – und damit überzeugte. „Mehr geht wirklich nicht“, sagte Juror Dirk Wieting im Brustton der Überzeugung.