Ganderkesee - Ende 2006 war es, als Ganderkesees Wappenvogel in Serie ging. Der Verein GanterART hatte 1,80 Meter große Polyester-Skulpturen anfertigen lassen – die, kunstvoll bemalt, Straßen und Plätze eroberten. 2013 folgte eine zweite Version, Ganter 2.0 genannt. Doch „nur“ zwei verschiedene Ganter, das sei zu wenig, findet die Malgruppe „Trifolium Kunst – und Kunstfehler“ um Querdenker Rainer Dietrich. Sie ruft auf, zu Pinsel und Farbe zu greifen.

Die beiden Ganter-Modelle, so sagt Dietrich, seien ein „gelungener Beitrag“ bei der Suche nach einem Alleinstellungsmerkmal für Ganderkesee, beim Versuch, „anders zu sein als die anderen“ Städte und Gemeinden.

Allerdings befürchtet der Ganderkeseer bei der Ausbreitung der Ganter mittlerweile eine „leichte Sättigungs-Phase“. Jetzt stelle sich die Frage, „ob da nicht mehr an Ideen-Reichtum herauszuholen ist“, wie man der Ganter-Idee „unter die Flügel greifen“ könne.

Die Idee der Malgruppe: Zum Thema „Mein Ganter“ könnte so etwas wie eine Bewegung entstehen. Denkbar sei zum Beispiel, die gemalten oder gezeichneten Bilder in Schaufenstern zu zeigen. „Somit gäbe es neue Gründe, den Ort zu besuchen.“

Dietrich selbst ist dem Aufruf der Malgruppe bereits nachgekommen – und hat zahlreiche Ganter-Bilder angefertigt. Mal ist das Wappentier da inmitten bunter Blumen zu sehen, mal am Rande von Szenen, die an Krimis erinnern.

Wer Anregungen für eigene Bilder sucht, für den hält Dietrich eine CD mit Ganterbildern bereit, die gegen eine Gebühr von 5 Euro bei ihm (Grüppenbührener Str. 100, 27777 Ganderkesee, t   04222/6652) ausgeliehen werden kann.

Übrigens: Um möglichst viele Ganderkeseer anzusprechen, hat die Malgruppe ihren Aufruf auch ins Plattdeutsche übersetzen lassen. Als „Dolmetscher“ fungierte Bolko Bullerdiek. Der Schriftsteller war in Bookholzberg aufgewachsen, er lebt heute in Hamburg.