GARREL - Der Tag des Bürgerentscheids für oder gegen ein Kultur- und Heimathaus in Garrel rückt näher. Am Sonntag, 12. Februar, sind alle wahlberechtigten Garreler aufgerufen, in den von 8 bis 18 Uhr geöffneten Wahllokalen ihr Kreuz zu machen.

Nachdem die Gegner des Baus bereits vor geraumer Zeit mit Plakaten an die Öffentlichkeit getreten sind, hat sich jetzt ein „Bündnis für das Vereins-, Kultur- und Heimathaus in Garrel“ gegründet, worüber der Vorstand des im November gegründeten „Vereins zur Förderung von Kultur- und Heimatpflege“ mit ihrem Vorsitzenden Bernhard Hackstedt an der Spitze am Montagabend in Garrel informierten.

Zu dem Bündnis gehören 19 Befürworter, die in persönlichen Stellungnahmen erklären, warum sie den Bau unterstützen. Unter ihnen sind Vertreter der Kirchen, Vereinsmitglieder, Politiker und zum Beispiel der ehemalige Gemeindedirektor Franz Wiese: „Unsere Aufgabe ist es, Brauchtum und Kultur zu schützen und zu entwickeln sowie Historisches für die Nachwelt zu erhalten, was mit einem Kultur- und Heimathaus endlich möglich wird“, schreibt er. Zu Wort melden sich auch Ulla Tangemann-Rolfes (Vorsitzende des Kunst- und Kulturkreises), Bernd Ferneding (Vorsitzender des Heimatvereins), Bernhard Hackstedt (Vorsitzender des Fördervereins), der Radsportclub-Vorsitzende Reinhard Meyer, der Polizeibeamte Detlev Buschenlange, die Gleichstellungsbeauftragte Maria Hackstedt, Gastwirt Günther Otten, Büchereileiterin Erika Bohmann, der Kulturausschuss-Vorsitzende Professor Dr. Markus Kemper, Betriebsleiter Franz-Josef Brinkmann, Rektor Norbert Högemann, der Vorsitzende der Jungen Union Ansgar Behrens sowie die CDU-Ratsmitglieder Richard Cloppenburg, Martin Ahrling und Herbert Holthaus.

Auch Garrels Ehrenbürgermeister Rudi Bley befürwortet das Kultur- und Heimathaus: „Die starke Entwicklung unserer Gemeinde und deren Attraktivität für uns Bürger sind ein Verdienst unserer Gruppen, Vereine und Verbände, die das Haus deshalb verdient haben“, schreibt er. Pfarrer Paul Horst sagt: „„Kultur als universales Merkmal des Menschen stiftet Einheit“ und Holger Ossowski von der evangelischen Gemeinde ergänzt; „Ein Kultur- und Heimathaus, in dem sich auch Vereine treffen, gehört zum Mittelpunkt einer tragenden Gemeinde.“

Die individuellen Erklärungen enden mit einem gemeinsamen Statement: „Wir sind für eine moderne, attraktive und fortschrittliche Gemeinde Garrel. Den eindeutigen Beschluss des Gemeinderats mit einem Abstimmungsergebnis von 20:8 für das Vereins-, Kultur- und Heimathaus begrüßen wir deshalb sehr.“

Auch der Kunst- und Kulturkreis sowie der Heimatverein machen noch einmal mobil. „Wir streben für Werte, die Traditionen wahren, unsere Heimat schützen und der Weiterentwicklung unserer Heimatgemeinde dienen“, heißt es in einem Brief des Heimatvereins an seine Mitglieder, und der KKK schreibt: „Kultur fördert die Gemeinschaft und dient der Integration, deshalb werden von dem Heimathaus alle profitieren - auch die Garreler Geschäftswelt und die Gastronomie.“