Garrel - Wenn es um Ideen geht, sich für Kinder und Jugendliche in der Gemeinde einzusetzen, ist die Garreler Bürgerstiftung „Lüttke Lüe“ einfallsreich. Erstmals gibt sie in diesem Jahr einen Adventskalender heraus. Wenn die Idee auch schon von anderen Organisationen realisiert wurde, ist der Kalender der Bürgerstiftung doch für die Garreler ein Novum. 43 Preise im Gesamtwert von 5000 Euro werden verlost, verrät Hubert Looschen, Vorsitzender der Bürgerstiftung. „Es hätten noch deutlich mehr werden können.“
Dieser Kalender ist zum Preis von zehn Euro ab dem 1. November bei den Vorstandsmitgliedern des Kuratoriums, bei der Raiffeisenbank Garrel und auch bei vielen Sponsoren im Ort erhältlich – zu erkennen an einem großen Plakat in den Schaufenstern. Die Nummern der Gewinner werden in der Adventszeit täglich in der NWZ veröffentlicht.
Ein Kalender hat es bereits bis in die USA geschafft. Dort lebt nämlich Ulrich Wendeln, zweiter Vorsitzender der Garreler Bürgerstiftung.
In einer Auflage von 2000 Stück wird der Kalender angeboten – „wir gehen davon aus, dass er sich gut verkaufen wird“, ist Looschen zuversichtlich. Denn dabei gebe es nur Gewinner. Der Erlös aus dem Kalenderverkauf – die Bürgerstiftung rechnet mit rund 15 000 Euro – kommt wieder Kindern und Jugendlichen aus Garrel zugute.
Mit diesem Geld wird die Bürgerstiftung seit Gründung im Jahre 2008 rund 90 000 Euro für bedürftige Kinder und Jugendliche investiert haben. Wo Hilfe benötigt wird, erfahren die Kuratoriumsmitglieder über die Schulen und Kindergärten, über die Lebensmittelausgabe Carla, die Sozialstation der Caritas oder über die Vereine und Kirchengemeinden. Jüngstes Beispiel: Die Stiftung finanzierte ein Hochbett für eine Familie, deren zwei Kinder in einem kleinen Bett gemeinsam schlafen mussten. Für ein zweites Bett war in dem kleinen Zimmer kein Platz.
An Spendenbereitschaft mangelt es nicht. In diesem Jahr seien schon rund 24 000 Euro durch einige Großspenden eingegangen, die dem Stiftungskapital zufließen, berichtete der Kuratoriumsvorstand. Aus den Zinserträgen sollen die Unterstützungen gezahlt werden – in Zeiten des Niedrigzinses immer schwieriger zu realisieren. Deshalb sind Ideen gefragt.
Eine dieser Ideen ist auch das Benefizessen, das im kommenden Jahr voraussichtlich im Februar wieder ausgerichtet werden soll – dann erstmals gemeinsam mit der Raiffeisenbank-Stiftung. Und dazu wird ein ganz besonderer Gast erwartet: Bundespräsident a.D. Christian Wulff hat sein Kommen bereits zugesagt. Der genaue Termin des Essens steht aber noch nicht fest.
