GARREL - Mit drei außergewöhnlichen Angeboten verkürzt sich die kath. Kirchengemeinde St. Johannes Baptist in Garrel die Zeit bis Ostern. Es gibt eine Ausstellung, einen Gesprächsnachmittag und einen Film. Alle Veranstaltungen laufen in der Kirche St. Peter und Paul in Garrel.
Kinder und Schöpfung
In der Ausstellung sind ab sofort Bilder zu sehen, die im Kindergarten Tweel erarbeitet wurden. Dort haben sich die Mädchen und Jungen mit der Schöpfung beschäftigt. Daraus sind sieben Bilder entstanden, die nun in der Kirche ausgestellt sind.
Der Gesprächsnachmittag ist für Sonntag, 25. März, angesetzt. Ab 18 Uhr stehen in der Kirche mehrere Geistliche für persönliche Gespräche bereit. „Es kann auch die Beichte abgelegt werden, muss aber nicht“, so Pfarrer Paul Horst. Ihre Teilnahme zugesagt haben Weihbischof Heinrich Timmerevers, Pfarrer Michael Borth, Jugendpfarrer Heiner Zumdohme, Kaplan Jasper Bruns und Horst selbst. Eingeladen ist jeder, der etwas auf dem Herzen hat oder einfach einmal mit einem Priester reden möchte.
Eine Woche zuvor, also am Sonntag, 18. März, wird in der Kirche ein Film gezeigt, der auch schon in deutschen Kinos lief, so Horst weiter. „Von Menschen und Göttern“ lautet der Titel. „Er gibt ein authentisches Glaubenszeugnis“, so Horst. Schauplatz ist Algerien, wo 1996 neun französische Trappistenmönche leben. Sie bestellen Felder, oder kümmern sich, wie der Arzt Bruder Luc auf der Krankenstation, um die Dorfbevölkerung. Dann geben sie Gott die Ehre, singen und beten und schweigen.
Die Mönche scheinen ihren Frieden gefunden zu haben, doch der Schein trügt. Eine seltsame Unruhe, geprägt von Vorahnungen, legt sich über ihren Alltag. In Algerien herrscht Bürgerkrieg, die Fundamentalisten der „Islamischen Armee“ terrorisieren das Land. Am Heiligen Abend schließlich wird das Kloster von Rebellen überfallen. Die Ehrfurcht vor Gott, wie sie von den Mönchen verkörpert wird, verlangt etwas in den Augen der Welt ganz und gar Widersinniges, nämlich die Liebe zum Feind und die Überwindung der Gewalt.
Theologische Reflexion
Der Film beruht auf einer wahren Geschichte, dem gewaltsamen Tod der neun Mönche. Seine Faszination. entsteht daraus, wie die Ordensmänner mit dem Neuen Testament ihre Ängste und Hoffnungen theologisch reflektieren, und wie sie sich als Gläubige gegenüber den „Göttern der Gewalt“ verhalten.
