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Kultur „Kein Projekt muss zurückstehen“

Wilfried Leser

GARREL - Auf gute Resonanz ist am Montagabend die Veranstaltung der Garreler CDU zum Thema „Kultur- und Heimathaus“ gestoßen. Der heimische Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Bley konnte dazu in der „Bürgerklause“ mehr als 200 Interessierte begrüßen. Zu Gast war die kulturpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtags Dorothée Prüssner aus Goslar. Sie referierte über „Kultur in Niedersachsen“.

Zuvor nahm Bley zum aktuellen Stand des Projekts „Kultur- und Heimathaus“ oder auch „Haus der Vereine“ Stellung. Bley ist Vorsitzender eines Arbeitskreises, der das Projekt konzipierte (die

NWZ

  berichtete). Der Arbeitskreis habe sich für eine abgespeckte Variante entschieden. So soll im Heimathaus keine Gastronomie betrieben werden. „Wir wollen den Wirten im Ort keine Konkurrenz machen“, so Bley. Das Heimathaus soll offen für alle Vereine sein.

Die Räumlichkeiten sehen einen mittelgroßen Saal mit Bühne, fünf Versammlungsräume, Archiv und Bibliothek, Heimatmuseum, Materialräume, Tourismusbüro sowie Sanitäranlagen zugänglich von innen und außen vor. Außerdem sollen Stellplätze für Wohnwagen geschaffen werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 551 000 Euro. Sie sollen über Fördermittel (180 000), Förderverein (120 000) und durch die Gemeinde (250 000) finanziert werden. Für die Außenanlagen sind 300 000 Euro vorgesehen. „Sie werden in der Höhe aber nicht anfallen, da einige Kosten wie zum Beispiel Toilettenanlagen bereits im Heimathaus berücksichtigt sind“, so Bley. Auch die Kosten für die Außenanlagen sind förderungsfähig. „Die Bewirtschaftungskosten übernimmt die Gemeinde, damit fallen für die Vereine bei der späteren Nutzung keine Kosten an“, führte Bürgermeister Andreas Bartels aus.

„Durch den Bau des Heimathauses werden keine Kindergärten oder sonstige Projekte in der Gemeinde Garrel zurückstehen“, sagte Bley und widersprach Befürchtungen in der Gemeinde: „Der Bau des Heimathauses ist für die Gemeinde Garrel gut leistbar. Kultur und Tourismus sind von großer Bedeutung.“

Die Bedeutung der Kultur und ihre Umsetzung in einem Heimathaus sei wichtig, betonte dann auch Prüssner. „Ich möchte Sie ermutigen, diesen Schritt in Garrel zu gehen“. In ihrem Vortrag hob sie Kultur, Heimat und Ehrenamt hervor. Die Bedeutung der Kultur schätze man auch in Hannover: Trotz schwieriger Haushaltslage seien die Mittel für dieses Ressort nicht gekürzt worden.

„In Garrel ist viel gemacht worden, nutzen wir diese Chance, das Heimathaus zu bauen“, stellte ein Besucher in der abschließenden Diskussion heraus.

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