Garrel - Die Kolpingfamilie Garrel hat wegen der Corona-Pandemie alle für dieses Jahr geplanten Veranstaltungen abgesagt. Stattfinden konnten nur noch die Tannenbaumaktion und die Mitgliederversammlung.
„Wir als Vorstand fahren jetzt sozusagen auf Sicht und schauen Monat für Monat, was wir vor dem Hintergrund der Pandemieentwicklung noch durchführen können und wollen“, informierte Vorsitzender Heinrich Wienken. Klar sei aber schon, dass es finanziell kein einfaches Jahr für die Kolpingfamilie werde.
„Gut ist, dass wir im letzten Jahr das Bauprojekt im Kolping-Freizeit-Zentrum abschließen konnten und von daher keine finanziellen Verpflichtungen mehr drohen.“ Auch alle weiteren Kosten seien auf das Notwendige reduziert. „Leider fallen aber wohl auch alle wesentlichen Einnahmequellen weg.“ Denn im Kolping-Freizeit-Zentrum habe es in diesem Jahr noch keine Übernachtung gegeben. Das traditionelle Pfingstzeltlager der Katholischen Jugend Oldenburg ist bereits ausgefallen – und auch alle anderen großen Zeltlager im Sommer sind in Frage gestellt. Dabei war das KFZ bis Ende September ausgebucht.
Nun gibt es ernsthafte Überlegungen, nach 70 Jahren im Herbst kein Theater zu spielen. „Hier steht aber die Entscheidung noch aus.“
Auch das Kolpinggesangsteam konnte sich seit Ende Februar nicht mehr treffen und hatte natürlich bisher auch keine Auftritte.
„Trotz dieser auch für uns nicht so einfachen Situation, nehmen wir unser Versprechen als gemeinnütziger Verein ernst und wollen weiterhin andere Vereine und Projekte, die in einer noch schwierigeren Situation sind, unterstützen“, sagt Wienken.
So ereilte die Garreler Kolpingfamilie Ende April der Hilferuf des Kolping-Landesverbandes für das Indienprojekt. „Wir haben als Vorstand nicht lange gezögert und mit 500 Euro aus der Tannenbaumaktion dieses Projekt unterstützt.“
