Altenoythe/Bösel/Cloppenburg - Sie schlagen Zimbeln, blasen Flöte oder streichen die Geige: Mit dem Besuch von 24 jugendlichen Musikerinnen und Musikern der „Skola Iskustw“ aus Retschiza in Weißrussland vom 17. bis 25. November setzt der Arbeitskreis „Hilfe für Tschernobyl-Kinder“ seinen vor einigen Jahren begonnenen kulturellen Austausch fort.
Bislang sind zwei Auftritte unter Beteiligung von Schülern der Kreismusikschule Cloppenburg vereinbart: Am Donnerstag, 21. November, um 18 Uhr findet ein erstes gemeinsames öffentliches Konzert in der Aula des Clemens-August-Gymnasiums in Cloppenburg statt. Ein weiteres öffentliches Konzert ist am Freitag, 22. November, um 18 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche in Altenoythe. Kontakte zu der Musikschule in Belarus unterhält der Arbeitskreis bereits seit vielen Jahren. Sie sind entstanden während der Aufenthalte der „Russlandfahrer“, die seit über einem Jahrzehnt bereits von Bösel aus humanitäre Transporte in die strahlengeschädigte Region nahe der russischen Grenze ins Randgebiet zu Tschernobyl fahren. Zudem holt der Arbeitskreis alljährlich dutzende Kinder für einige Wochen zur Erholung in den Landkreis.
Dabei sind sie immer in Privatfamilien untergebracht. Das wünschen sich auch der Leiter des Arbeitskreises, Ludwig Wreesmann (Altenoythe) und die Direktorin der Kreismusikschule des Landkreises, Doris Bischler. Sie vereinbarten deshalb für den Aufenthalt der Gäste aus Belarus eine enge Zusammenarbeit. Beide wünschen sich, dass genügend Familien gefunden werden, um alle jungen Leute für die acht Tage privat unterzubringen, um den völkerverbindenden Gedanken zu unterstreichen.
Durch die Kinder und Jugendlichen vollziehe sich „eine stille Revolution“, und die Basis beider Völker verwirkliche so bereits die Ziele Verständnis, Versöhnung und Freundschaft. Wreesmann: „Aus Erfahrung wissen wir zudem, dass bei solchen Begegnungen die Sprachbarriere tatsächlich keine Rolle spielt.“ Über die Gemeinsamkeit des Musizierens fänden die Jugendlichen sehr schnell eine Basis der Kommunikation. Der Aufenthalt solle deshalb unter dem Motto „Musik spricht alle Sprachen“ laufen, betonte Wreesmann.
Bei der Direktorin der Kreismusikschule lief der Arbeitskreis mit seinem Vorhaben offene Türen ein: Spontan stellte sie den weißrussischen Jugendlichen und den drei Betreuern die Räumlichkeiten in unterrichtsfreien Zeiten für Übungsstunden zur Verfügung. In der Folge kümmert sich die Musiklehrerin Petra Heuer um die Gäste.
Der Aufenthalt der jugendlichen weißrussischen Musikerinnen und Musiker dauert vom 17. bis 24. November. Wer einen Gast aufnehmen möchte, kann sich ab sofort beim Leiter des Arbeitskreises, Ludwig Wreesmann, unter
