Oberlethe - Den Begriff „Kaninchen“ verbinden viele mit einem schönen schmackhaften Braten. Am Wochenende stand der Begriff für die 56. Schau des Kreisverbands der Rassekaninchenzüchter Nord – Oldenburg, dem 26 örtliche Vereine angehören. Wardenburgs Kaninchenzüchter hatten besonderen Grund zur Freude: Sowohl die Erwachsenen (1937,0 Punkte) als auch die Jugend (966,0 Punkte) wurden Kreisvereinsmeister.
762 Tiere konkurrieren
Die Veranstaltung auf dem Seminarhof Oberlethe stand aber auch für ein Familientreffen. Besucher hatten schnell den Eindruck, dass eine große Familie zusammenkommt, in der sich alle kennen und gegenseitig unterstützen und in der viele Kinder und Jugendliche eingebunden sind. Alle gemeinsam haben eine Leidenschaft: die Zucht von Kaninchen verschiedenster Rassen.
762 Tiere wurden den Preisrichtern und Besuchern der Schau vorgestellt. Bewertungen wie „sehr gut“, „hervorragend“ und „vorzüglich“ wurden vergeben, was einer Punktzahl von 94 bis 100 von maximal 100 erreichbaren Punkten entspricht. Die Wertungen standen für die Besucher sichtbar an den Käfigen. Sieben Merkmale – von Typ und Körperform bis Pflegezustand – waren von den Preisrichtern beurteilt worden. Da die Bewertungen schon am Donnerstag und Freitag erfolgt waren, standen die Ergebnisse zur Eröffnung schon fest und waren im Katalog der Ausstellung aufgeführt.
Klaus Martens, Vorsitzender des Rassekaninchenzuchtervereins (RKVZ) I 101 Wardenburg begrüßte die Gäste auch im Namen von Annette Hellmers, Vorsitzende des RKVZ I 8 Edewecht. Die Ausstellung war erstmals in Zusammenarbeit mit den Edewechtern ausgerichtet worden. Martens bedankte sich für die hervorragende Zusammenarbeit über den Küstenkanal hinweg sowie bei Dr. Harald Cordes, der eine ehemalige Reithalle für die Ausstellung zur Verfügung stellte.
Als Ehrengäste konnte Martens Bürgermeisterin Martina Noske, zugleich Schirmherrin der Veranstaltung, den allgemeinen Vertreter der Bürgermeisterin aus Edewecht, Rolf Torkel, Landrat Frank Eger, Kreisverbandsvorsitzenden Rolf Frerichs und einige Ehrenmitglieder willkommen heißen. Frerichs wies auf die Fülle der Schauen innerhalb der verschiedenen Ebenen hin und dankte für das besondere Engagement der Züchter und Ausrichter, die eine hervorragende Ausstellung und Verpflegung der Besucher auf die Beine gestellt hätten.
Der Landrat hob die positive Kinder- und Jugendarbeit der Kaninchenzüchtern hervor „Junge Leute, die lernen verantwortungsvoll mit Tieren umzugehen, erfahren auch eine besondere soziale Kompetenz.“ Bürgermeisterin Noske gratulierte den Vereinen für die hervorragende Ausstellung und die sehr guten Ergebnisse. „Diese Arbeit zeigt sich auch in dem jährlichen Engagement des Vereins bei der Ferienpassaktion, die Angebote der Kaninchenzüchter werden immer schnell nachgefragt“, stellte sie fest.
Am Ende geschlachtet
Trotz aller züchterischen Anstrengungen steht aber auch fest: Kaninchen sind und bleiben Nutztiere, deshalb werden sie in der Regel auch geschlachtet und verwertet. Zur Schau gehörte somit auch die Ausstellung und Bewertung von Erzeugnissen – zum Beispiel aus Kaninchenfell hergestellte Decken, Kissen und Kuscheltiere.
