Oldenburg - 25-jähriges Bestehen feiert die Deutsch-Japanische Gesellschaft. Sie ist eine der wenigen binationalen Gruppierungen, die nicht in Oldenburg, sondern in dem Land gegründet wurden, dessen Traditionen, Kultur und Landeskunde sie pflegen. Mit einem Festakt, Programm und Workshops wollen sie diesen Geburtstag am Sonnabend, 24. Mai, von 11 bis 17 Uhr im PFL feiern.
Das Fest beginnt mit der Hamburger Trommelgruppe „Tengu Daiko“. Begrüßungsreden und Vorträge runden das Programm ab. Filme und japanische Sportarten werden vorgestellt, etwa von der Kyudou-Gruppe aus Wardenburg und den Emder Karate-Kämpfern Matsubayashi-Ryu.
Zum Mitmachen für die Gäste werden angeboten: Go-Spielen oder Origami, die Kunst des japanischen Papierfaltens. Zwei Kimono-Sammlerinnen stellen ihre kostbarem Seidenroben zum Anprobieren zur Verfügung, Ikebana-Künstlerinnen führen in die besondere Fähigkeit des Blumen-Arrangierens ein.
Die Deutsch-Japanische Gesellschaft Nordwest wurde am 30. März 1989 gegründet – und zwar auf Dejima nahe Nagasaki am Gedenkstein für den deutschen Mediziner und Forschungsreisenden Engelbert Kaempfer (1651-1716). Die Studienreise wurde damals von Prof. Dr. Horst E. Wittig geleitet, der bereits seit vielen Jahren Kontakte nach Japan pflegte. Bis 1992 übernahm er auch den Vorsitz.
Gemeinsam mit Dr. Ludwig Kunst war es ihm bereits 1987 gelungen, das heutige Herbart-Gymnasium für den Modellversuch „Japanisch im Unterricht“ zu begeistern. Unter dem Vorsitz von Kunst strukturierte sich die Gesellschaft um: Man kooperierte mit anderen binationalen Gesellschaften und Bildungseinrichtungen. Überdies stellte er die Entwicklungen im modernen Japan in den Mittelpunkt.
Auf Ludwig Kunst folgte 1999 Kurt Teller, dem es durch seine Kontakte zum Generalkonsulat gelang, auch größere Veranstaltungen nach Oldenburg zu holen. Sachiko Szyszka wurde 2011 als erste Japanerin zur Präsidentin gewählt. Ihr Ziel ist es, wieder mehr junge Menschen zu begeistern. Derzeit zählt die Gesellschaft 73 Mitglieder.
