Der 21. April sei für Ganderkesee ein entscheidendes Datum, sagte Pastor Eckhard Dreyer, neben Helga Härtel, Horst Skiera und Heinz Bleydorn einer der Organisatoren des Abends. Seit dem 18. April war Ganderkesee beschossen worden. Am 19. und 20. April rückten englische Soldaten gegen die deutschen Stellungen vor, bis zum Abend des 21. April war der Ortskern besetzt.
Neben dem vielen menschlichen Leid brachte das Kriegsende ein bislang nicht gekanntes Maß an Zerstörung mit sich. Fast kein Haus im Dorf blieb unbeschädigt, durch Granatenbeschuss und Flammenwerfer gingen 52 Gebäude ganz verloren. Auch die Cyprian- und Corneliuskirche wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen, der Turm brannte völlig aus.
Die Veranstaltung am 21. April 2005 beginnt um 19 Uhr mit einer Andacht in der Kirche. Danach ziehen die Teilnehmer ins Gemeindehaus um. „Im Archiv der Kirchengemeinde finden sich zwei Berichte von Zeitzeugen“, erläuterte Dreyer. Außerdem stellte ein Nachbar der Kirche seine Erinnerungen zur Verfügung.
Die drei Berichte werden vorgelesen. Auch werden einige wenige Bilder ausgestellt. Pastor Dreyer: „Texte und Bilder sollen in erster Linie Anregung für die sein, die damals dabei waren, sich selbst zu erinnern und von ihren Erlebnissen und Eindrücken zu berichten.“
