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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Gastspiel: Gedichte im Badeanzug präsentiert

03.05.2011

OLDENBURG Mitten im Hörspiel funkt die Kamera dazwischen. Ihr Zischen sorgt für unvorhergesehene Nebengeräusche, als plötzlich Druckluft entweicht. Das Ensemble reagiert spontan. „Im Fernsehen werden Sie davon nichts sehen, im Radio auch nicht“, flachst Moderator Axel Naumer. Die „Intensiv-Station“ – der satirische Monatsrückblick von NDR Info – lebt in der voll besetzten Oldenburger Kulturetage auch von der Situationskomik.

Altmeister dabei

Kurze Pause – die Techniker reanimieren erst mal die TV-Kamera. Doch dann nehmen sich Chefarzt Naumer und seine Assistenten aus der Fachabteilung Satire wieder die Politik vor. Sie behandeln Themen aus dem April, schonungslos und ohne Betäubung. Im Hörspiel kommt Chefermittler Harry Stahl (Jean-Michel Räber) mit Schlapphut einem fingierten Anschlag auf das Kernkraftwerk Unterweser auf die Schliche. Als Sicherheitsfachleute geben sich ebenfalls die beiden Kabarett-Altmeister Henning Venske und Jochen Busse aus. In einem hektischen ARD-Brennpunkt enttarnen sie das angebliche Versteck Osama bin Ladens – im Emsland – und beweisen den richtigen Riecher für die Aktualität. Denn tatsächlich wird der meistgesuchte Terrorist der Welt fast zeitgleich aufgespürt und getötet, allerdings in Pakistan.

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Wie man sich vor unerwünschten Gästen besser schützt, weiß Giovanni Sensatione (ebenfalls Räber). Der schmalzige Vertraute von Silvio Berlusconi erklärt die Politik des italienischen Ministerpräsidenten. „Zu, zu, zu“, lautet demnach die schlichte Devise an den Grenzen. Doch wenn man Gewaltherrscher wie Gaddafi hofiert, darf man sich über die Folgen nicht wundern, diagnostizieren Thomas Pigor und Benedikt Eichhorn.

Bissig und musikalisch sezieren sie im Diktatorensong die Realpolitik Europas mit der Einteilung in gute und böse Despoten. Demokratischer gibt sich die Bundeskanzlerin. Angela Merkel (Maria Grund-Scholer) sinniert über einen Spitzenkandidaten der Grünen bei der Bundestagswahl. Die Lösung: Sie selbst tritt 2013 mit erneuerbarer Argumentation für die Ökopartei an.

Primitiv und glücklich

Ganz andere Sorgen hat das Duo Alma Hoppe. Zwei Abgeordnete setzen sich in der Hartz-IV-Diskussion für ein neues Sozialdesign in Deutschland ein: „Niederreich klingt doch viel besser als arm“, finden sie und stoßen beim Bier auf ihre Idee an. Dazu passt dann auch Henning Venskes Plädoyer für den deutschen Stammtisch: „Er ist Weltkulturerbe.“ Dass Männer primitiv und glücklich sein können, verkörpert und formuliert keiner besser als Mario Barth. Seine Lyrik im Miniformat serviert Christine Prayon im Badeanzug und mit exzellenter Betonung: „Pass auf – Echt Hammer“. Zu sehen ist die Intensiv-Station am Donnerstag (23.15 Uhr) im NDR-Fernsehen. Denn auch Kamera eins nimmt am Ende wieder Fahrt auf.

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