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Gefahr durch die Strömung

von Rolf Bultmann

frage:

Was macht das Baden in der Weser gefährlich?

Andreas PachaL:

Mit acht Ertrunkenen lag die Weser im vergangenen Jahr an vierter Stelle der gefahrenträchtigsten großen Flüsse in Deutschland. Eine der größten Gefahren ist die starke Strömung in der Weser, die durch jeden Vertiefung der Fahrrinne weiter zunimmt. Gerade im Bereich vor Nordenham und Kleinensiel haben wir eine sehr starke Strömung. Verstärkt wird die Gefahr durch die Buhnen, an denen sich erhebliche Strudel bilden.

Frage:

Ist daher vom Baden in der Weser abzuraten?

Andreas Pachal:

Das nicht, aber man muss gewaltig aufpassen. Wichtig ist, dass sich Badegäste über die Verhältnisse vor Ort informieren. Vor dem Bad in einem fließenden Gewässer sollte man Kenntnis über mögliche Gefahren wie Strömungen, Wassertiefe, Hindernisse und Schiffsverkehr haben.

Frage:

Gibt es auch Regeln für das Baden in der Weser?

Andreas Pachal:

Das A und O sind die allgemeinen Bade- und Vernunftsregeln. Bauwerke im Wasser, zu denen auch Buhnen gehören, sollten gemieden werden, weil sie die Strömungsverhältnisse verändern und es dabei zu einer gefährlichen Sogwirkung kommen kann. Auch sollte die eigene Leistungsfähigkeit nicht überschätzt werden.

Frage:

Wäre die DLRG-Ortsgruppe Nordenham personelle in der Lage, die Badeaufsicht am Kleinensieler Strand zu übernehmen?

Andreas Pachal:

Alleine nicht. Dies wäre wohl nur in Regie der Landeswasserwacht möglich. Das ist dann aber sicherlich auch eine Kostenfrage.

Der Badeunfall in Kleinensiel wirft Fragen zum Baden in der Weser auf. Der Rodenkircher Andreas Pachal ist Leiter der DLRG-Ortsgruppe Nordenham.

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