Bis kurz vor Mitternacht feierte der Lions Club Oldenburg am Freitagabend sein 50jähriges Bestehen mit 175 Gästen in den Festsälen der Weser-Ems-Halle. Nach dem Festakt mit einem Vortrag von Professor Dr. Joachim Rohlfes über das Thema „Deutschland einig Vaterland? Freude und Frust der Wiedervereinigung“ pflegten die Gäste ihre guten Kontakte bei einem Büfett. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von einem Streichquartett des Oldenburgischen Staatstheaters mit Birgit Ording (Viola), Annika Wahlström (Violine), Christoph Rabbels (Bratsche) und Andrè Saad (Cello).
Als Gastgeschenk hatte Max Asjes vom Lions Club Zwolle einen jungen Löwen mitgebracht. Mit den Holländern bestehen enge partnerschaftliche Verbindungen. Vor einigen Jahren hatte der damalige Oldenburger Präsident Erich Küpker die Idee, den Holländern einen Löwen mit dem Namen „Zwollo“ mitzubringen. Seitdem pendelt der Löwe als Mitbringsel für den jeweiligen Gastgeber zwischen Zwolle und Oldenburg.
Ein Geldpräsent hatte Ulf Räse vom Lions Club Berlin im Gepäck. Mit dem Geld (500 Euro) wird der Aufbau des Umwelthauses im Schullandheim Bissel unterstützt, ein Projekt, das vom Lions Club Oldenburg gefördert wird. Der Berliner Club war vor 50 Jahren Gründungspate der Oldenburger. Aufgelockert wurde das Fest durch Einlagen des Tanzpaares Anna Walz und Pavlo Basurks.
Eine in jeder Hinsicht runde Sache war die Eröffnung der EWE Arena am Sonnabendnachmittag. Viele tausend Menschen ließen sich die Chance nicht entgehen, den kreisrunden Bau an der Straßburger Straße von innen in Augenschein zu nehmen – und die Prominenz probierte schon einmal aus, wie empfangsbereit die Basketballkörbe für Bälle sind. Ergebnis: Das ganz in Gold gefärbte Leder flutschte nur so durch die Reuse. Zehn Treffer standen am Ende zu Buche, die in 1000 Euro zugunsten des Präventionsrates Oldenburg umgerechnet wurden. Zu den treffsicheren Korbschützen zählte EWE-Chef Dr. Werner Brinker (ovales Bild).
Derweil befand sich Rainer Lisowski im Stress. Erst zur EWE Arena, dann zum Start der Traumgärten in der Fußgängerzone – der Vorsitzende des City-Managements war nur unterwegs. Immer dabei: sein Fahrrad und (ganz wichtig) ein Regenschirm. OB Dietmar Schütz und Kulturminister Lutz Stratmann nutzten vorsichtshalber das Auto.
Der Oldenburger Fotodesigner Axel Nerger hatte es da besser: Seine erste Ausstellung findet unterm Dach statt. Am Sonntag trafen sich viele Gäste zur Vernissage in der Gaststätte „Ulenspegel“ an der Burgstraße; sie waren begeistert von den Arbeiten. Als Motive hat der 45-Jährige vor allem Gitarren, US-Straßenkreuzer und Popstars auf der Bühne gewählt und aus ungewöhnlichen Blickwinkeln fotografiert; er weiß aber auch, Alltagsdinge wie einen Toaster ins rechte Licht zu rücken. Oldenburgs Gitarrenkönig Kalle Popp fand jedenfalls schnell Zugang zu den Bildern, und er forderte den früheren Rockgitarristen Nerger sofort auf, wieder zur Klampfe zu greifen. „Es wäre schade, wenn dies Talent brach liegen würde.“
Seit zehn Jahren verheiratet sind nun Ines und Ralf Klemmer. Die ehemalige „Queen of the World“ und der Juniorchef der Miss Germany Corporation wurden an ihrem Ehrentag von der Oldenburg-Kutsche zum Fürstensaal im Bahnhof gefahren, wo Andreas Schnegelsberg ein Festmahl arrangiert hatte und wo einige kleine Vorführungen auf die Klemmer warteten.
Und noch eine Hochzeit. Hans-Jürgen Raabe und Birgit Kürzel gaben sich im Standesamt das Ja-Wort – und mussten dann ein Spalier aus Paddeln passieren. Grund: Raabe ist einer der Matrosen der Kulturetagen-Revue „Traumschiff Gloria“, und seine Kollegen hatten sich kostümiert am Pferdemarkt aufgestellt. Außerdem gab‘s zwei Lieder („Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“, „Azzurro“), und ehe der Hafen der Ehe dann endgültig angesteuert werden konnte, musste Hans-Jürgen Raabe seine Birgit noch küssen – stilecht umrahmt von einem echten Traumschiff-Gloria-Rettungsring.
Gesungen und gefeiert wurde auch in der Kurwickstraße. Dort hatte Oriana Sieling zum drittenmal eine Kunstmeile organisiert, 40 Künstler der verschiedensten Sparten machten mit.
