Hohenkirchen - Regen? Für die Hohenkirchener ist das nur hohe Luftfeuchtigkeit – das wissen die Atomic Playboys aus Hamburg mittlerweile. Und deshalb ließ sich am Samstagabend kaum jemand vom schlechten Wetter abhalten, mit der Coverband beim 39. Dorffest die Party des Jahres zu feiern – und wem’s zu nass wurde, tanzte einfach unterm Regenschirm weiter.

Trotzdem bitter: Man kann sich schon fast fest darauf einstellen, dass es beim Dorffest regnet. Beim Orga-Team aus Alex Hirschfeld, Dieter Herren und Heiko Manning von der Dorfgemeinschaft ruft das nur leicht resigniertes Schulterzucken hervor. „Wir feiern trotzdem“, sagt Hirschfeld trotzig.

Und feiern können die Hohenkirchener: Fünf Tage lang findet das Dorffest statt. Und der Eröffnungsabend am Donnerstag mit der Band Big Easy blieb ja auch trocken, am Freitag, als Hot Stuff spielte, gab es nur etwas Sprühregen.

Auch während des Umzugs am Sonntag blieb es trocken. Zum Glück – denn schon eine halbe Stunde vor Beginn hatten sich viele Besucher an den Straßenrand gestellt, um das Spektakel mit anzusehen. Ob das Projekt „Erde und Flut“ oder der MTV Hohenkirchen – wieder waren viele bunte Fahrzeuge dabei. Ihren Sinn für Humor zeigte die Feuerwehr: Unter dem Motto „Hohenkirchen sucht die Samstags-Band“ saßen Jurymitglieder wie bei „Deutschland sucht den Superstar“ am Tisch, während die Wildecker Herzbuben und die Village People vortanzten und sangen. Der Hintergrund: 2018 soll eine andere Band den Samstagabend bestreiten. Die Atomic Playboys werden – so die derzeitige Planung – nach fünf Jahren erst einmal Pause machen.

Vor und nach dem Umzug besuchten viele die Feuerwehr, die sich beim Tag der offenen Tür präsentierte. Der vierjährige Ben fand das klasse – er ist nämlich der größte Feuerwehrfan. Keine Frage, dass er sich gleich hinters Steuer des großen Feuerwehrautos setzte. „Da könnte er jetzt den ganzen Tag verbringen“, sagte seine Großmutter lachend.

An diesem Montag öffnet der Festplatz um 14 Uhr noch einmal zum Familientag: Dann gibt’s Sonderpreise an Autoscooter und Schießbude.

Antje Brüggerhoff
Antje Brüggerhoff Lokalredaktion, Jeversches Wochenblatt