Kirchhatten - Gegensätze ziehen sich an – dieser alte Spruch ist nicht nur das Motto der aktuellen Ausstellung im Rathaus der Gemeinde in Kirchhatten – er erzählt auch viel darüber, wie die Bilder von Silke Wenzel und Jürgen Lauenstein entstehen, die da an den Wänden und auf Staffeleien zu sehen sind. Die Ausstellung wurde am Dienstagabend eröffnet.

Lauenstein und Wenzel zeigen ihre wirklich sehr unterschiedlichen Werke nicht nur in einer gemeinsamen Ausstellung, sie malen auch gemeinsam in der Gruppe „DreiArt“. An jedem Mittwoch treffen sie sich im Atelier Klöss in Brettorf, um gemeinsam zu arbeiten.

„Das ist äußerst wichtig, da man sich gegenseitig beflügeln, aber auch kritische Betrachtungen vornehmen kann“, sagte Lauenstein am Dienstagabend in seinen einführenden Worten. Der Wardenburger malt realistisch-gegenständlich in Acryl und zeigt vorwiegend Landschaften, einen breiten Raum in seinem Werk nehmen auch die Pferdebilder ein. Seine Motive finde er hauptsächlich bei Radtouren durch das Oldenburger Land, bei denen er stets seine Kamera dabei habe, mit der er eine Art fotografisches Skizzenbuch anlege.

Wenzel dagegen malt frei, hauptsächlich in Ölfarben und experimentiert immer wieder mit neuen Materialien. „Je nach emotionaler Stimmung ist ihre Palette mit zarten Farben bestückt, um die Farbe fast aquarellartig auf die Leinwand aufzutragen, oder sie wählt kräftige Farben für ein farbenfrohes Miteinander. Mit einem sicheren Gespür für Harmonie finden die passenden Farbnuancen auf der Leinwand in schwungvollen Bögen zu einer Komposition zusammen. Ihre freie Malweise überlässt jedem Betrachter seine eigene Deutung ihrer Werke“, führte Lauenstein aus.

Vor Lauensteins Worten hatte Bürgermeisterin Elke Szepanski die etwa 30 Gäste der Eröffnung begrüßt – ebenso wie Lauenstein, der schon häufiger in der Gemeinde ausgestellt hat, und Silke Wenzel, deren Bilder in Hatten bislang nicht zu sehen waren.

Musikalisch begleitet wurde die Eröffnung von Dieter Rambusch am Flügel, der das Thema Gegensätze ebenfalls aufgriff und Jazz-Evergreens der 1930er und 1940er Jahre Werken der klassischen Musik gegenüberstellte.