Ramsloh - Zum zweiten Mal seit der großen Flüchtlingswelle 2014 hat es am Samstagnachmittag einen internationalen Begegnungstag zwischen Saterländern und Menschen aus anderen Ländern gegeben. Veranstalter dieses internationalen Begegnungstages war der „Christliche Willkommenskreis für Flüchtlinge im Saterland“. Als Ort dafür hatte er sich die Aula des Schulzentrums in Ramsloh ausgewählt und ein buntes Programm zusammengestellt.

Über 150 Flüchtlinge und Einheimische waren gekommen. Hartmut Schnell hieß alle als Sprecher des Willkommenskreises willkommen. Mit dabei waren auch Pfarrer Ludger Fischer, Pfarrer Asirvatham Rajendran, Ratsmitglieder sowie der in Friesoythe lebende syrische Arzt Mounir Al-Sahhoum, der sich als Dolmetscher zur Verfügung stellte. „Dieser Nachmittag soll dazu dienen, dass wir uns gegenseitig besser kennen lernen. Wir wollen gemeinsam spielen, tanzen, singen und einfach fröhlich sein“, sagte Schnell, der sich gemeinsam mit den Mitgliedern des Willkommenskreises über die positive Resonanz freute.

Als Moderator führte Wilhelm Waden durch das Programm. Klaus-Dieter Hildebrandt vom Schulzentrum eröffnete das Fest mit Jugendlichen der Keyboardklasse der Klasse 10 R1, die verschiedene Stücke spielten. Es dauerte nicht lange und die Gäste klatschten dazu im Takt. Schüler der Schwarzlicht-AG aus den Klassen von Magda und Alois Witte unterhielten die Besucher mit einem zur Weihnachtszeit passenden Schwarzlicht-Theaterstück.

Waden erinnerte mit einem von ihm intonierten Lied an die vielen Flüchtlinge vor 70 Jahren aus Schlesien und dem Osten. Damals habe allein Niedersachsen zwei Millionen Flüchtlinge aufgenommen. „So soll es sein, dass sich in der Gemeinde Saterland irgendwann alle verstehen und dieselbe Sprache sprechen“, sagt Waden. Amina Asif aus Syrien bedankte sich bei den Menschen aus dem Saterland, die sie und ihre Familie vor einem Jahr so gut aufgenommen haben.

Bunt wurde es dann, als die Volkstanzgruppe Saterland Einheimische und Flüchtlinge zum Tanzen bat. Gemeinsam wurden die ersten Tanzschritte unter Leitung von Elfriede Deeken probiert. Es wurde getanzt und gesungen. Der Sportverein Scharrel war mit einer Gruppe von Kindern angereist, die gemeinsam mit den Flüchtlingskindern Luftballonspiele veranstalteten. Ein Büfett mit kulinarischen Leckereien aus den Ländern der Flüchtlinge gab es ebenfalls.

Der Willkommenskreis plant auch für das kommende Jahr regelmäßige internationale Begegnungsfeste.