Gehlenberg - Das laute Tuckern alter Motoren, Musik, die zum Mitschunkeln einlädt, und der Duft nach diversen Leckereien: All das konnte schon von Weitem wahrnehmen, wer am Sonntag das Gelände des Kulturzentrums Mühlenberg in Gehlenberg besuchen wollte. Dort fand die vierte Auflage des Bauern- und Handwerkermarkts statt.

Und schon am Mittag zog Ortsvorsteher Hans Meyer bereits eine erste Bilanz, die durchweg positiv war. „Solch einen großen Andrang hat es morgens noch nie gegeben“, sagte er. Und auch das Frühstück, das ab 10 Uhr angeboten wurde, sei sehr gut angenommen worden. Der große Andrang sollte auch den ganzen Tag lang so bleiben. Kein Wunder – wurde den zahlreichen Besucher wieder allerlei angeboten. So hielten die Dorfgemeinschaft Gehlenberg sowie die örtlichen Vereine und Straßengemeinschaften ein buntes Programm und viele Vorführungen parat. Zudem waren 50 Aussteller zum Mühlenberg gekommen und boten ein großes Sortiment an, das von Honig, Gestecken, Geschmiedetem und Biokäse über Marmeladen und Dekorationen aus Holz bis zu Gestricktem und Kleidung reichte.

Natürlich spielte altes Handwerk am Sonntag eine große Rolle. So zeigte die Spinngruppe aus Neuscharrel ihr Können. Die Besucher konnten unter anderem erleben, wie Holzschuhe damals hergestellt wurden, wie gedrechselt und gedroschen wurde. Willi Kus aus Dörpen zeigte, wie früher Papier hergestellt wurde, was vor allem Kinder anzog. So durften die Geschwister Mia, Clemens und Paul das Papier unter anderem selbst schöpfen. Am Ende staunten sie nicht schlecht über das fertige Papier mit den von ihnen ausgesuchten Wasserzeichen.

Ab 13 Uhr gab es alle 30 Minuten eine Vorführung an alten Geräten. So wurden das Kartoffelroden und das Sägen in der alten Sägerei gezeigt. Neben dem Sägereimuseum hatten auch das Heimatmuseum und die Mühle geöffnet. Alte Maschinen kamen auch vor der Mühle zum Einsatz. Für Unterhaltung sorgten zudem eine Hüpfburg, „Hau den Lukas“, Kaninhop und ein Schätzspiel des Kaninchenzuchtvereins J 20 Friesoythe, Musikanten, die vor der Mühle spielten, und Mühlenberger Musikanten.

Für das leibliche Wohl war mit Gegrilltem, Waffeln, Kartoffelpuffern, Fisch sowie selbst gebackenem Kuchen und Getränken gesorgt.

Abgerundet wurde der Markt durch eine Tombola und eine Oldtimerschau mit etwa 40 alten Schätzen. „Die Leute sind interessiert und das Wetter spielt mit. Es macht Spaß, hier zu sein“, sagte Werner Witte, Vorsitzender des Oldtimerclubs Altenoythe, der mit 14 alten Traktoren vor Ort war. Ein Moped NSU Quickly von 1950 brachte Friedrich von Düren aus Friesoythe mit. So war wieder für jeden etwas dabei beim vierten Bauern- und Handwerkermarkt.

Tanja Mikulski
Tanja Mikulski Redaktion Münsterland