GELLEN - Wo ließe sich ein stimmungsvoller abendlicher Erntedankgottesdienst besser feiern, als auf der Diele eines Bauernhofes? Diese Tradition wurde in Moorriem auch in diesem Jahr eingehalten.
Zur „Plattdütsch Andacht Aarntedank 2010“ trafen sich die Moorriemer am Sonntagabend in Gellen.
Landvolk lädt ein
Gastgeber waren Inge und Hans-Hermann Jürgens, eingeladen hatte der Landvolkverein Altenhuntorf.
Landvolkvorsitzender Ralf Meiners freute sich mit den zahlreich erschienenen Gemeindemitgliedern über die herbstlich-festliche Ausschmückung der Diele und sprach den Helfern des Gottesdienstes dafür seinen Dank aus.
Bunte Dekorationen
Er dankte der Familie Jürgens für ihre Gastfreundschaft sowie den Landfrauen für die bunten Tischdekorationen und den geschmückten Altar. Sein Dank ging auch an die Landjugend für das Binden der großen Erntekrone.
Zuletzt bedankte er sich bei den „Moorriemer Quetschkommoden“, die sich spontan bereit erklärt hatten, die Andacht musikalisch zu begleiten.
Lieder auf Platt
„De Leeders singt wi ok op platt“ kündigte Pastor Hans-Werner Boltjes zu Beginn des plattdeutschen Gottesdienstes in der vollbesetzten Diele an. Mit der schriftlichen Textvorlage klappte das sehr gut, als die Gemeinde das erste Lied anstimmte: „Groode Gott, wi singt dien Loff “
Muss ein Erntedankfest unbedingt an nur einem einzigen festgelegten Tag stattfinden? Dazu hatte Pastor Boltjes einen Alternativvorschlag: „In früheren Zeiten feierten die Gemeindemitglieder Erntedank vom St. Bartholomäustag am 24. August bis hin zum St.Martinstag am 11. November. Das werden wir im nächsten Jahr auch so halten.“
Kleiner Imbiss
Dann fügte er hinzu: „Ik weet, de Moorriemers fiert gern.“ Ralf Meiners Bitte, nach der Andacht nicht gleich den Heimweg anzutreten und bei Getränken und Imbiss gemütlich beisammen zu bleiben, kamen die Gottesdienstbesucher gerne nach: de Moorriemers fiert eben gern.
