Husbäke - „Wort und Ton Zwei“ heißt es an diesem Freitag, 6. November, ab 20 Uhr in der Dorfgemeinschaftsanlage (DGA) Husbäke. Der Neu-Kleefelder Buchautor Ralf Boldt stellt Passagen aus seinen beiden Neuerscheinungen „Zu spät“ und „Was kostet eine Raumstation?“ vor. Das Duo „Campfire“ spielt Musikstücke seiner ersten CD.
Sein großes Interesse an Science-Fiction lässt Boldt auch in seinen neuen Büchern nicht los. Im Sachbuch „Was kostet eine Raumstation?“ wird hinterfragt, wie wirklichkeitsnah Science-Fiction ist. „Wie funktioniert das tägliche Leben in Science-Fiction-Romanen? Ist das für uns vorstellbar und kann das tatsächlich klappen? Beeinflusst Science-Fiction die technischen Entwicklungen der Gegenwart?“
Das Buch „Zu spät“ enthält eine Sammlung von Kurzgeschichten. „Eine der zehn Geschichten mit fantastischem Anklang handelt davon, wie es aussehen würde, wenn alle Menschen im Staat als Veganer zu leben hätten.“
Neben dem Fantastischen kommt in diesem Buch die Satire nicht zu kurz. In einer anderen Kurzerzählung ist ein Mensch auf einer Weltraumreise, hat in Wirklichkeit aber nie die Erde verlassen. Boldt versucht darzustellen, was passiert, wenn jemand ein Jahr nur allein mit sich selbst ist.
Kurzgeschichten sind offenbar ein Genre, das Buchverlage nicht so gern anbieten. „Dabei müssen hier Charakter der handelnden Personen und Story schneller entwickelt werden. Bei einer Kurzgeschichte muss der Leser intensiver mitdenken“, macht Boldt den Unterschied zu Romanen deutlich.
Seine beiden neuen Bücher hat der Autor ohne Verlag herausgebracht. „Ich musste mich selbst um den Druck und auch um die Titelbilder kümmern. Dafür konnte ich aber den Grafiker Lothar Bauer aus dem Saarland gewinnen, der auch schon das Bild meines ersten Buches ‚Der Temporalanwalt‘ gestaltet hatte“, so Boldt.
Auch einige Überraschungen hat Ralf Boldt für seine Besucher diesen Freitag parat. „Bei einem Stück bin ich gespannt wie die Zuhörer reagieren werden. Das Gute an solchen Lesungen ist, dass ich sofort ein Feedback erhalte.“ Über das Zusammenwirken mit dem Duo „Campfire“ freut der Neu-Kleefelder sich besonders. „Diese Kombination mit Musik ist total spannend und bildet ein interessantes Format vor allem für die Besucher. Vergangenes Jahr hat es uns total Spaß gemacht.“
