Hude - Man musste schon genau hinhören: tatsächlich, gregorianische Musik. Sie ging etwas unter im Stimmengewirr, das im Huder Klostermuseum vorherrschte. Eine stille Stunde, wie sie sich der Verein der Klosterfreunde ursprünglich ausgemalt hatte, war es nicht gerade am Mittwochabend. Doch damit konnten die Organisatoren sehr gut leben, war es doch ein Zeichen dafür, dass die Teilnahme am „Lebendigen Adventskalender“ die richtige Entscheidung war.
Zum erste Mal hatte der Verein für diese Aktion zugesagt. „Um auf uns aufmerksam zu machen und uns zu öffnen“, sagte der Vorsitzende Wolfgang Schaller. Man müsse sich lebendig präsentieren, mit neuen Ideen. Auf diese Weise will man dem Ziel, neue Mitglieder zu gewinnen, näher kommen.
Dieser Ideensuche entsprangen auch die neuen Gutscheine, die an dem Abend zum ersten Mal angeboten wurden. Jeder kann diese vom Künstler Ernst Wargalla gestalteten Papiere verschenken, die dem Empfänger dann eine Jahresmitgliedschaft bei den Klosterfreunden einbringen. „Und vielleicht bleiben sie danach ja dabei“, meinte Schatzmeister Dietmar Bruns.
Doch die vielen Besucher unterstützten den Verein auch, wenn sie nur einen Becher Punsch kauften. So wie Ulrike und Klaus Keese mit Sabine Hering und Karin Nickelsen, die gemeinsam im Kerzenschein an einem Stehtisch plauschten. „Wir waren am Wochenende schon beim lebendigen Adventskalender auf dem Apfelhof von Karin Kurdum. Das hat uns sehr gut gefallen“, erzählte Karin Nickelsen. „Wir wollten noch mehr Veranstaltungen besuchen, heute hatten wir beide Zeit, darum sind wir jetzt hier“, ergänzte Sabine Hering.
Sie genossen offensichtlich die Atmosphäre im Halbdunkel des Museums. Die Klosterfreunde hatten überall Kerzen verteilt, Fackeln beleuchteten den Fußweg zur Eingangstür und eine wechselnde Bilderpräsentation wurde großflächig per Beamer an die Wand geworfen. Alles zusammen ergab eine stimmiges Bild. Nur die gregorianische Musik, die sollten die Klosterfreunde für eine tatsächlich stille Stunde aufbewahren.
