Wildeshausen - Das Motto von Carsten Dorhs für den Koch-Workshop mit Gewinnern des NWZ -Gewinnspiels passt zu Genuss am Fluss: „Wir wollen hier Spaß haben, ein bisschen Kochen und ein bisschen lecker essen“.
Dazu haben auch die fünf Frauen und ein Mann Lust, die die begehrten Plätze beim Workshop mit dem Profi-Koch am Sonntag gewonnen haben. Bärbel Ahrens aus Harpstedt, Stefan Voß aus Steinloge, Dorothee Peters, Christel Mai, Elli Beier und Simone Kröger (alle Wildeshausen) freuen sich sichtlich über die Chance, sich von dem Profi einige Tricks abzuschauen.
Seine erste Regel: „In der Küche wird geduzt“ und „Ihr habt immer recht, wenn euch etwas nicht passt, widersprecht mir.“ Widerspruch kommt allerdings nicht bei den von Dorhs vorgeschlagenen Rezepten: Es gibt Lachs-Tatar mit Koriander, Schalotten, Ingwer, Zitronenschale, danach Saltimbocca mit Maispoularde und einen Salat aus weißen Bohnen, frischen und getrockneten Tomaten, und Lauchzwiebeln. Bei der Zubereitung ist der Profi vor allem eines: undogmatisch. Soll das Fleisch des Hähnchens vor oder nach dem Ofen gewürzt werden? „Früher war vorher würzen richtig, dann durfte man nur noch nachher würzen. Jetzt ist vorher wieder in Ordnung, in zwanzig Jahren wahrscheinlich wieder andersrum“, sagt Dorhs. Gemeinsam entscheidet sich die Gruppe für vorher. Auch bei den Garzeiten gibt es nicht unbedingt richtig oder falsch – das zeigt sich schon, als Dorhs fragt, wie lange den ein Ei gekocht werden müsse. Von vier bis acht Minuten variieren bei den Teilnehmern die Antworten.
Das Hühnchen soll saftig aus dem Ofen kommen – Dohrs setzt für die richtige Garzeit auf das Ofenthermometer. „70 Grad sollte das Fleisch im Inneren schon haben, damit alle Bakterien tot sind“, empfiehlt er.
„Ich koche seit Jahren und total gerne“, sagt Dorothee Peters, „aber hier nimmt man total viele Kleinigkeiten mit, von denen man vorher nichts wusste.“ Dafür, dass der vorher angekündigte Spaß nicht zu kurz kommt, sorgt der Profi. Um beim Zwiebeln schneiden nicht weinen zu müssen, hat er einen einfachen Trick. Er steckt sich ein Stück Lauchzwiebel hinter das Ohr. „Das ist doch ein Witz“, lacht Bärbel Ahrens, und auch die anderen Gewinner wollen Dohrs nicht glauben. Doch der hat wie immer eine plausible Erklärung. „Was ihr euch hinter das Ohr steckt ist egal. Aber die Atmung verändert sich, dadurch. Ihr atmet kürzer und weniger tief und die Schleimhäute bekommen weniger ab“, versichert er.
Am Ende haben so alle Spaß gehabt, lecker gegessen und für die heimische Küche jede Menge Tipps mit nach Hause genommen.
