Bösel - Gut angenommen wird bereits das Internationale Café in Bösel. Es wurde vor einigen Wochen von der Flüchtlingssteuerungsgruppe Bösel ins Leben gerufen und ist seitdem jeden Dienstag von 16.30 bis 18 Uhr geöffnet. Dazu treffen sich im evangelischen Gemeindehaus 30 bis 40 in Bösel lebende Flüchtlinge mit einem Team, das von Inge Fiss geleitet wird.
„Hier sind viele Nationalitäten vertreten“, sagt Elisabeth Meyer, die dem Team angehört. So sind Menschen unter anderem aus Afghanistan und Syrien vertreten. Und auch ein Brasilianer besucht gern das Café. „Wir wollen einander kennenlernen“, sagt Inge Fiss.
Dabei steht auch das Erlernen der deutschen Sprache im Vordergrund. Das wird zum Beispiel durch einfache Wortspiele wie „Ich heiße...“ oder „Ich wohne...“ gefördert. „Durch unsere Treffen wollen wir auch Hilfe für alltägliche Probleme geben“, sagt Fiss, Elisabeth Meyer stimmt ihr zu. Es kommen vorwiegend Familien mit Kindern. Während die Eltern sich den Gesprächen mit dem Team widmen, spielen die Kinder im Jugendraum oder bei gutem Wetter auch draußen.
Die Flüchtlinge kommen gern. Unter ihnen ist auch das Paar Masume und Aliakbar aus Afganistan. Sie haben ein vierjähriges Kind. „Wir finden das Internationale Café sehr gut“, sagen die Friseurin und der Schneider. Sie helfen regelmäßig bei der Lebensmittelausgabe CarLa mit. In Bösel fühlen sie sich sehr wohl. „Die Menschen sind sehr freundlich“, sagen beide. Besonders schätzen Sie das „Moin, Moin“. Sie sind fleißig dabei, Deutsch zu lernen.
„Bei uns ist jeder willkommen“, sagt Inge Fiss. Die ganze Bevölkerung ist eingeladen, um so den Kontakt zu den Flüchtlingen zu pflegen. Gerne sind auch Sachspenden wie Tee, Kaffee und selbst gebackener Kuchen willkommen. Sie können dienstags beim Internationalen Café abgegeben werden.
Wegen des Ramadans ist jetzt allerdings erst einmal vier Wochen Pause. Am 12. Juli um 16.30 Uhr öffnet das Internationale Café wieder im evangelischen Gemeindehaus.
