Den Alltag zu Hause lassen – das wollen die „Bockbier- und Boßelfreunde“ bei ihrer alljährlichen Maibocktour. Am Dienstag zog die muntere Gruppe, bei der vor allem Mitglieder des Dehoga Ortsverbandes Ganderkesee-Hude dabei waren, bei ihrer Tour von Schierbrok aus über eine 4,8 Kilometer lange Strecke. Unter den Gastwirten war auch der Huder Peter Burgdorf.

Als fachkundige Begleiter fungierten wieder sechs Mitglieder der Seniorengruppe des Boßelclubs Vielstedt-Hude. Schon zum 15. Mal, also von Anfang an der Veranstaltung, begleiten die Huder Boßeler die Ausflügler: Sie stellen die Kugeln und die Häcker – die Kescher zum Einholen der Kugeln. Seit Beginn der Touren ist es üblich, dass mit der von Sponsoren unterstützten Veranstaltung auch anderen geholfen wird. Diesmal überreichten Ulf Thiemann, Walter Thiemann und Ulrich Bach im Beisein von Ganderkesees Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas 1500 Euro an den Hospizkreis Ganderkesee. Nun steht fest, an welche gemeinnützige Einrichtung das überschüssige Geld im nächsten Jahr geht: die Kinderkrebshilfe.

Gefeiert wird an diesem Donnerstag im Hause Burgdorf in Hude. Käthe Burgdorf, die Mutter von Gaststätten-Betreiber Peter Burgdorf, wird 90 Jahre alt. Geboren wurde sie als Käthe Schote im Hause ihres Onkels Heinrich Schote im Nordenholzermoor. Nach drei Jahren wurde das Elternhaus an der Langenberger Straße gebaut, wo auch Käthe Burgdorfs Bruder Helmut im Jahre 1925 geboren wurde und wo die beiden gemeinsam aufwuchsen.

Ihr Vater war Brunnenbauer und hatte früher bei „Wachtendorf“ (heute Gaststätte Burgdorf) einen tiefen Brunnen mit 13 Ringen gebaut. Dort steht heute das Gefrierhaus. Die 90-Jährige besuchte die Schule in Nordenholz und arbeitete später in einem Lebensmittelgeschäft in Delmenhorst. In der Zeit lernte sie auch ihren Mann Heinrich durch ihren späteren Schwager Willy Engelbart kennen.

Bei „Brüns“ im Hasbruch lernte Käthe Burgdorf in der Hotel-Küche. 1961 ging sie nach Delmenhorst und führte dort fünf Jahre das Lokal „Zur scharfen Ecke“. Die Gaststätte Wachtendorf kaufte sie 1966. 1987 wurde die Klosterschänke mit übernommen, wo die 90-Jährige damals täglich ihren Kuchen gebacken hat. Noch heute werden die Lokale von der Familie geführt, die Gaststätte Burgdorf von Peter und Bärbel sowie Enkel Ralf und die Klosterschänke von Enkel Jens. Käthe Burgdorf hat zwei Kinder, Gunda und Peter. Auch die Urenkel Niklas, Leni, Celine, Pamina und Jonas freuen sich an diesem Donnerstag mit ihrer Uroma.

Kommunikation zwischen Senioren und Kindern stand am Mittwoch im Mittelpunkt eines Spielevormittages im DRK-Seniorenzentrum. Zwölf Kinder vom Kindergarten Villa Kunterbunt waren mit ihren Erzieherinnen Daniela Grunke und Mara-Lena Schubert zu Gast, um mit den Bewohner Brettspiele zu spielen. Alle zwei Monate basteln, singen oder spielen sie gemeinsam.