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NWZonline.de Nachrichten Kultur

KUNST: Gespräch zwischen Männern und Frauen

07.03.2009

BREMEN Die Plastik „Mann, aus der Enge hervortretend“ von Waldemar Otto steht vor Oldenburgs Stadtmuseum. Im Gerhard-Marcks-Haus, dem Bildhauer-Museum Bremens, ist ein zweites Exemplar jetzt Blickfang einer Ausstellung zum 80. Geburtstag des Künstlers. Die sei „keine Retrospektive“, wird plakatiert, es ist aber eine Werkschau mit mehr als 60 Arbeiten, und sie demonstriert die Entwicklung des Künstlers von den expressiven Torsi der sechziger Jahre bis zum „Alten Mann“ von 2008.

Formen ausgespart

Otto hat an der Human-Figur Themen der Rolle des Menschen in der Gesellschaft, der Kommunikation zwischen Männern und Frauen, zwischen Bildhauer und Modell und innere Spannungen einer einzelnen Person behandelt. Der aktuelle Bezug zur Existenz des Menschen hat ihm den Ruf eines Realisten eingebracht. Doch tatsächlich sind alle seine Bronzen große Abstraktionen. Zudem war sich Otto stets der Ambivalenz zwischen Inhalt und Form eines Werkes bewusst, denn auch formale plastische Phänomene wie der Umgang mit Volumen und das Aussparen von Formen werden von ihm zuweilen experimentell auf die Spitze getrieben (bis 10. Mai).

Eine ganz andere plastische Auffassung offeriert der griechische Bildhauer Jannis Kounellis in der Kulturkirche St. Stephani. Unter dem Titel „Via Crucis“ (Kreuzweg) hat er 16 Stahlkreuze schräg aufgestellt, die von jeweils einem Ständer gehalten werden. Ihre Anordnung im Raum lässt einen Ablauf erkennen. Sie rhythmisieren das Kirchenschiff. Die Kulturkirche St. Stephani zeigt jetzt in Zusammenarbeit mit dem Marcks-Haus bis zum 3. Mai eine Installation von herausragender Qualität.

Unter dem Titel „obenauf und ungebrochen“ präsentiert man im Neuen Weserburg-Museum 20 Jahre nach dem Fall der Mauer inoffizielle Veröffentlichungen und Grafik von Künstlern in der Ex-DDR, darunter Arbeiten von Penck, Horst Bartnig oder Erhard Monden.

Augen der Stasi

Das Verhalten der SED gegenüber unwilligen Künstlern hatte sich seit der Teilnahme von Staatskünstlern an der „documenta“ 1976 geändert: Statt Verfolgung und Haft waren nun Kunst am Bau und Ausstellungen im Land nicht mehr unmöglich, meist aber abhängig von den Bezirksschergen. Die Teilnahme an internationalen Veranstaltungen wurde bis zuletzt behindert. Gezeigt wird mit Fotografien, Plakaten und Druckgrafik, was in Ateliers in Ostberlin und in den Kellern von Leipzig oder Rostock unter den Augen der Stasi möglich war (bis 17. Mai).

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