Saterland - 230 Jungen und Mädchen der Grundschule Ramsloh und auch die Grundschüler der Marienschule Strücklingen waren begeistert vom präventiven Theaterstück des Mathom- Theaters aus Melle. Die aus drei Schauspielern bestehende Gruppe zeigte den Kindern eine Inszenierung aus Schauspiel und Figurentheater. Kindgerecht und anschaulich, vermitteln die Schauspieler den Kinder, dass Gewalt keine Lösung ist.
Der zehnjährige Kai-Hendrik ist der Schrecken seiner Grundschule. Immer haut und schubst er andere Kinder. Dann passiert ein Unfall, ein Kind muss seinetwegen ins Krankenhaus und Kai kriegt Ärger. Nicht nur in der Schule, sondern auch Zuhause. Die Familie ist ratlos, aber ist die Ohrfeige der Mutter oder das Gebrüll des Vaters das Richtige? Gewalt ist doof und jetzt streiten sich alle. Gibt es da nicht eine bessere Lösung für Kais Problem?
Diese alltägliche Szene in der Familie Lindemann wurde den Kindern während des Theaters zweimal vorgespielt. Im ersten Teil wurde an der Reaktion der Eltern dargestellt, dass Gewalt zu einer Kette von Gewalt führen kann. Anschließend wurde die Uhr noch einmal um eine halbe Stunde zurückgedreht und im zweiten Teil des Spiels reagierte die Familie auf die gleichen Konflikte gewaltfrei, was zu einer friedlichen Lösung der Probleme führte.
Die am Mittwoch und Donnerstag an den Grundschulen Ramsloh, Strücklingen, Sedelsberg und Scharrel gezeigte Aufführung ist eine Kombination aus Schauspiel und Figurentheater. Die Familie wurde von den Schauspielern gespielt und die Schülerszenen auf dem Schulhof von Puppen. Dabei wurden die Kinder von den Akteuren angesprochen und nach ihrer Meinung gefragt, um sie in die Konfliktlösung mit einzubeziehen. Dazu gab es Musik und den Papagei Pinky.
Initiiert hatte das Stück die Geschäftsführerin des Präventionsrates Saterland, Sandra Fürup. Der Verein zur Förderung der Präventionsarbeit in der Gemeinde hatte dafür jeder Schule einen Betrag von 500 Euro zur Verfügung gestellt.
