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NWZonline.de Nachrichten Kultur

„Alternative für Dummies“

19.12.2016

Oldenburg Eine aussterbende Kunstform? Nein, sagt Uwe Schwettmann, das sei das gehobene Kabarett trotz aller Erfolge der witzlastigen Comedy nicht. Schwettmann muss dieses Urteil natürlich fällen, ist er doch Veranstalter der Oldenburger Kabarett-Tage. Aber auch die Statistik bestätigt ihn: Das Festival schreibt regelmäßig schwarze Zahlen. Und das sollte auch bei der 22. Auflage (13. Januar bis 16. Februar 2017) nicht anders sein.

Acht Veranstaltungen stehen diesmal auf dem Programm, je vier in der großen Halle der Kulturetage und im kleinen Saal der Studentenwerkbühne „Unikum“. Das Prinzip, „Nachwuchsleuten ein Podium“ zu geben, gilt dabei nur noch bedingt. „Manche Künstler sind im Laufe der 22 Jahre bekannter und berühmter geworden, kommen aber gern wieder“, meint Schwettmann. „Oldenburg hat sich längst einen guten Ruf in der Branche erworben“. „Die Anfragen kommen von selbst.“ Inzwischen sei man bei einer durchschnittlichen Auslastung von 85 Prozent angelangt, „das erleichtert die Programmgestaltung.“

H.G. Butzko tritt bei den 22. Kabarett-Tagen mit seinen politischen wie lästerlichen Gedanken am 19. Januar in der Cäcilienschule auf. Es folgen am 24. Januar Florian Schroeder und Volkmar Staub mit ihrer parodistischen „Zugabe. Der kabarettistische Jahresrückblick“ sowie am 1. Februar Christoph Sieber mit seinem stilistisch breit gefächerten Programm „Hoffnungslos optimistisch“. Schließlich tritt am 9. Februar Jochen Malmsheimer in der Kulturetage auf. Der Kabarettist, der nach eigener Aussage „reifer, schärfer und grantiger“ geworden ist, macht es philosophisch in „Flieg, Fisch, lies und gesunde!“.

Nagelritz                     Bild: Unikum

Dass auch im viel kleineren „Unikum“ bekannte Kabarettisten auftreten, ist ein Hinweis auf die Güte des Festivals. „Manche Künstler sind vor Jahren dort angefangen und könnten heute die Kulturetage füllen. Aber sie hängen an der Bühne in der Uni“, sagt Schwettmann.

Dazu zählen „Nagelritz und die Fischforscher“ am 21. Januar mit ihrer neuen Show, einer maritim angehauchten Mischung aus Kabarett, Comedy und Chanson. Und auch Arnulf Rating, obwohl an große Bühnen gewöhnt, bleibt am 16. Februar mit seiner Mediensatire „Akut“ dem „Unikum“ treu.

Philipp Zymny                  Bild: Unikum

Neu hingegen ist Jan Philipp Zymny, der am 13. Januar sein Solo „Kinder der Weirdness“ präsentiert. Und dann ist da noch Vanessa Maurischat, die einzige Frau im Festivalkanon. Die nach Eigenbekenntnis „ehrliche Haut“ aus Berlin, die auf der Bühne schnell zum „Erdbeben und Naturereignis“ wird, stellt sich am 2. Februar dem „Unikum“-Publikum. Als Kabarettistin und Musikerin zugleich ist sie melancholisch, witzig und selbstironisch – ihr Programm „Amor & Psycho“ kündet von alledem.

„Ich denke, wir bieten viel Abwechslung“, betont Schwettmann. Politisches Kabarett sei ebenso zu erwarten wie pointierte Betrachtungen über Gesellschaft und Alltag. Dass die 22. Oldenburger Kabarett-Tage unter dem Titel „Alternative für Dummies“ stehen, kann man darum so oder auch ganz anders lesen. Gewollt ist es allemal.

Unter dem Motto„Alternative für Dummies“ präsentieren die 22. Oldenburger Kabarett-Tage folgende Künstler:

 13. Januar: Jan-Philipp Zymny, „Kinder der Weirdness“, Studentenwerksbühne Unikum (Uhlhornsweg 49–55)
 19. Januar: H.G. Butzko, „Menschliche Intelligenz“, Cäcilienschule (Haarenufer 11)
 21. Januar: Nagelritz alias Dirk Langer, „Nagelritz und die Fischforscher“, Unikum
 24. Januar: Schroeder & Staub, „Zugabe. Der kabarettistische Jahresrückblick“, Kulturetage (Bahnhofstraße 11)
 1. Februar: Christoph Sieber, „Hoffnungslos optimistisch“, Kulturetage
 2. Februar: Vanessa Maurischat, „Amor & Psycho“, Unikum
 9. Februar: Jochen Malmsheimer, „Flieg, Fisch, lies und gesunde!“, Kulturetage
 16. Februar: Arnulf Rating, „Akut“, Unikum

Karten   gibt es unter Telefon  0441/798 26 58 (Unikum) und Telefon   0180/504 03 00 (Kulturetage)


     www.kulturetage.de www.theater-unikum.de 
Klaus Fricke

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Kulturetage | Cäcilienschule

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