GODENSHOLT - Schlicht und einfach ist die Godensholter Kapelle, doch sie ist und bleibt ein besonderes und lieb gewonnenes Wahrzeichen der kleinen Ortschaft. Jetzt wurde das 50-jährige Bestehen der Kapelle gebührend gefeiert. Den Festgottesdienst, gestaltet von Pastorin Sygun Hundt, bereicherten musikalisch der örtliche Posaunenchor und die „Sangeslust“ Godensholt. Alle örtlichen Vereine hatten den Fußweg und die Eingangstür mit Girlanden, Schleifen und einer „50“ geschmückt sowie die Jungen und Mädchen vom Godensholter Kindergarten hatten Fensterbilder gebastelt.

Eingeweiht wurde das Gotteshaus, das nach einer Bauzeit von gut einem dreiviertel Jahr fertig gestellt war, am zweiten Advent 1958. Seitdem werden in dieser Kapelle Andachten zu Ehejubiläen, Taufen oder Beerdigungen gehalten sowie an jedem ersten Sonntag im Montag wird Gottesdienst gefeiert.

Eine erste Kapelle hat es in Godensholt schon lange vorher gegeben. Bereits um 1800 war auf der anderen Seite des Friedhofes eine Kapelle errichtet worden. Als es Mitte der 50er Jahre darum ging, das baufällig gewordene Haus abzureißen, war der Wunsch der Godensholter Bürger nach einer eigenen Kapelle ungebrochen. Die Finanzierung der Neubaumaßnahme von damals 20 000 DM unterstützten die Godensholter mit etwa 6000 DM aus Haussammlungen, weitere Kostenträger waren die Kirchengemeinde und die Gemeinde Apen sowie der Oberkirchenrat.

„Jetzt geht es darum, die Kapelle der heutigen Zeit anzupassen“, weist Pastorin Hundt auf fällige Bau- und Sanierungsmaßnahmen hin. Mit 96 Personen ist die Kapelle komplett ausgelastet, zudem gibt es keine Sanitäranlagen. „Die Godensholter stehen zu ihrer Kapelle und setzen sich für den Erhalt ein“, lobt Pastorin Hundt das starke Engagement der Bevölkerung.

Nun sind die Weichen erfolgreich gestellt, im nächsten Jahr wird seitlich ein Gruppenraum mit Sanitäranlagen angebaut. Damit sollen auch größere Veranstaltungen möglich sein. Die veranschlagten Kosten in Höhe von 180 000 Euro für den Bau (ohne Bestuhlung) tragen die örtliche Kirchengemeinde, der Oberkirchenrat, und auch die Ortskirchgeldsammlung wird dafür verwendet.