GöDENS - GÖDENS/AKE - Für den Heimatverein Gödens-Sande wird es ein spannendes Jahr: Zum einen plant der Verein selbst eine neue Attraktion, zum anderen wird das Museum im Landrichterhaus (früher Heimatmuseum) im April eröffnet, so dass für die Mitglieder ganz neue Aufgaben entstehen. Das wurde jetzt bei der Jahreshauptversammlung deutlich.

Bürgermeister Josef Wesselmann stellte u. a. das neue Tourismuskonzept vor. Ein Rundgang stellt als Besonderheit von Neustadtgödens die fünf Religionen im Ort vor. Auch das Heimatmuseum hat eine neue Konzeption erfahren und soll ebenfalls Anziehungspunkt werden (die NWZ berichtete). Hier werden noch Helfer mit Interesse an der hiesigen Geschichte und Spaß am Umgang mit Menschen gesucht: Sie sollen künftig Besucher freundlich empfangen und auch kompetente Auskunft geben. „Keine Angst, es wird niemand ins kalte Wasser geworfen, alle werden zunächst umfassend geschult“, erklärte der Bürgermeister.

Apropos kaltes Wasser: Der Heimatverein will die Tradition des Paddstockspringens wieder aufleben lassen. Der Paddstock gilt als erstes ostfriesisches Verkehrmittel, mit ihm überquerten früher die Menschen die zahlreichen Gräben der hiesigen Landschaft. Jedoch soll es anders als bis vor zwei Jahren, als eine Gruppe Jugendlicher mit „hochprozentiger Unterstützung“ das Tief bei der Kirche überqueren wollte, nun rein sportlich zugehen und auch Alkohol soll keine Rolle mehr spielen. Für Sonnabend, 28. Juli, ist diese Veranstaltung auf dem Wedelfeld geplant.

Die Vorsitzende des Heimatvereins Hilke Arnold blickte auf eine erfolgreiches Jahr und einen vollen Terminkalender zurück. Viele kulturelle und gesellige Veranstaltungen sorgten für ein abwechslungsreiches Vereinsleben. Die Arbeitsgruppe Wasserschöpfmühle war sehr aktiv, neben den regelmäßigen Arbeiten war unter anderem eine Stauwand um den nördlichen Zuggraben gezogen worden, so dass die hölzernen Schrauben nun bei gleichmäßigerem Wasserstand häufiger in Betrieb genommen werden können.

Aufgelöst wurde zum Ende des vergangenen Jahres die Brauchtumsgruppe. An den musikalischen Übungsabenden hatten immer weniger Leute teilgenommen. Dagegen läuft die Arbeit bei den „Sängern vom schwarzen Brack“ und im heimatkundlichen Arbeitskreis sehr gut.

Wenig Änderungen gab es bei den Wahlen: Jürgen Hunger legte das Amt als 3. Vorsitzender nieder, bleibt aber Beisitzer. Nächstes Jahr soll die Satzung geändert werden, so dass ein Stellvertreter ausreicht. Diesen Posten hat jetzt Michael Clemens inne.

Geehrt wurden Herbert Bochardt, Gerwig Faß, Hanna Hamacher, Herwig Hamacher, Karl-Rudolf Hamacher, Hilke und Karl-Edzard Heeren, Karl Heeren, Marianne Hillers, Reinhold Lauts, Hans Möhlmann, Rolf Schmertmann, Heinz Thomsen und Annegret Heeren. Sie alle sind seit 25 Jahren im Verein.