Göttingen - Deutschlands ältester Friedhof wird näher archäologisch untersucht. Einen vor 8500 Jahren von mittelsteinzeitlichen Menschen angelegten Bestattungsplatz auf einem Hügel bei Groß Fredenwalde (Uckermark) wollen die Universitäten Göttingen und Kiel, die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin sowie das Landesamt für Denkmalpflege und das Archäologische Landesmuseum von Brandenburg erforschen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt das zweijährige Projekt an der Uni Göttingen mit rund 250 000 Euro, wie die Hochschule am Freitag mitteilte.
Die Mehrzahl der Grabstellen gehört in die Zeit um 6000 vor Christus, wie es hieß. Ein Bestattungsplatz datiert in die Zeit um 5000 vor Christus. Das Gräberfeld eröffne die Chance, die letzten Jäger und Sammler vor und nach dem Beginn der „neolithischen Revolution“ in Norddeutschland zu studieren.
