Hude - Eine ganz besondere Ehrung gab es kürzlich beim Männergesangverein Hude. Seit 60 Jahren singt Gottfried Müller als 1. Tenor im Huder Verein, seit 30 Jahren hat er außerdem die verantwortungsvolle Aufgabe des Notenwartes inne. Der 82-Jährige hat so gut wie keinen Singabend verpasst, höchstens mal im Urlaub oder wenn er krank war, erzählt er stolz.

Gottfried Müller war noch keine 18 Jahre, als er im Juni 1950 in einen Gesangverein in einem Dorf bei Dresden eintrat. Als er 1956 nach Hude kam, trat er 1957 in den hiesigen Männergesangverein ein und hält ihm bis heute die Treue.

Vorsitzender Hartmut Otto, stellvertretender Vorsitzender Jürgen Ahrens und Chorleiter Hermann Konermann überreichten dem Jubilar während der Jahreshauptversammlung die Urkunde.

Der Huder Männergesangverein kämpft wie viele andere Gesangvereine derzeit mit massiven Nachwuchsproblemen. Der Verein, 1887 ins Leben gerufen, hat zurzeit noch neun aktive Sänger und sieben fördernde Mitglieder.

Gleichwohl gab es vom Chorleiter ein Riesenkompliment für die Huder Sänger. Sie kooperieren mit dem benachbarten Männerchor in Berne, dem es ebenfalls an Nachwuchssängern fehlt. „Das Modell mit zwei Teilchören hat sich bewährt“, sagte Konermann. Höhepunkt im vergangenen Jahr sei die musikalische Gestaltung des zweitägigen Jubiläumskonzertes zum 175-jährigen Bestehen des Männergesangvereins Liedertafel in Berne gewesen.

Auf dem Plan der Huder Sänger steht am 25. Mai der Frühgang. Am Sonntag, 28. Mai, findet das Hasbruchsingen statt. Vor den Sommerferien will der Chor auch wieder den Bewohnern im Seniorenzentrum am Sonnentau ein Ständchen bringen.