Ihausen - Die Lesungen in der Auferstehungskirche Ihausen nehmen inzwischen einen festen Platz ein. Diana Weerts, Vorsitzende des Kapellenvereins Ihausen, begrüßte die Gäste am Freitag zur vierten Lesung, die gleichzeitig Auftakt der dreitägigen Veranstaltung „Frauen-Krimi-Wochenende“ war.

Zu Gast war die Erfolgsautorin Helga Glaesener, die vor allem durch ihre zahlreichen historischen Romane – oft mit Kriminalhandlung – bekannt ist. Sie las aus ihrem Ostfriesen-Krimi „Der Totenschiffer“, den sie unter ihrem Pseudonym Tomke Schriever veröffentlicht hat.

Die Zuhörer erfuhren vom Leben der Psychotherapeutin Hanna Tergaten im Turm der Burg Stickhausen, hörten von einer grausigen Entdeckung und von Mordopfern, die mit einer Münze mit Mund gefunden wurden. In den Lesepausen stellte Jan-Rainer Brahms der fünffachen Mutter und sechsfachen Großmutter Fragen zu ihrem Leben und ihrer Arbeit.

Die Autorin, die nach dem Abitur zunächst Mathematik studierte, erzählte von ihrem Start als Schriftstellerin im Alter von 35 Jahren. „Schreiben war schon immer mein Wunsch und Kriminalgeschichten am liebsten.“ 20 Jahre lebte Helga Glaesener mit der Familie in Aurich, heute ist Oldenburg ihr Zuhause. Mittlerweile sind 20 Romane von ihr erschienen, und Krimi Nummer 21 ist in Arbeit.

Die dreitägige Veranstaltung endete am Sonntagabend mit dem „Frauen-Krimi-Gottesdienst, gestaltet von der „FeierAbendGottesdienst-Gruppe“. Am Sonnabend wurde der Film „Acht Frauen“ – eine französische Kriminalkomödie – gezeigt.

„Unser Ziel ist es, das kulturelle und dörfliche Leben in der Kirche Ihausen zu fördern“, betonte Diana Weerts. Für Oktober sei bereits die nächste Lesung in Planung.