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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Oldenburger Festival Mit Rekord: Groß, größer, Tanztage

13.05.2017

Oldenburg Die Sektkorken dürften am Oldenburgischen Staatstheater schon geknallt haben: Denn die 13. Internationalen Tanztage, so viel lässt sich bereits berichten, werden an diesem Sonntag mit einem Besucherrekord zu Ende gehen.

Erstmals in der 24-jährigen Festivalgeschichte liegt die (derzeit noch vom Staatstheater geschätzte) Gesamtzuschauerzahl im fünfstelligen Bereich und zwar bei knapp 15 000. Die Workshops, die Foyer-Konzerte, die Abschlussparty an diesem Sonnabend und natürlich der aufsehenerregende Freiluft-Tanz an der Theaterfassade mit eingerechnet. Allein die französische Compagnie Retouramont lockte rund 2000 Zuschauer vor den Theaterturm.

„Ein Glücksfall“

Obwohl auch in den vergangenen Jahren eintrittsfreie Zusatzangebote in die Bilanz eingeflossen sind, lag die Besucherzahl am Ende „immer unter 10 000“, sagt Ballettdirektor Burkhard Nemitz und versucht sich an einer Erklärung des Erfolges. Bei einem „kleineren Etat“ – rund 300 000 Euro, den acht Sponsoren und Förderer ermöglicht haben – wurde das Programm ausgeweitet und 33 Tanzvorstellungen ins Programm gehoben.

Top-Compagnien – wie etwa das Ballet du Grand Théâtre de Genève aus der Schweiz oder Hubbard Street Dance Chicago aus den USA – traten dreimal hintereinander auf. Das wiederum war nur möglich, weil einige Ensembles keinen sogenannten Einrichtungstag auf der Bühne benötigten und damit Zeit für einen weiteren Auftritt hatten. So konnten mehr Tickets verkauft und die traditionell riesige Kartennachfrage besser befriedigt werden.

„Ein Glücksfall, der sich nicht beeinflussen lässt“, wehrt Nemitz ab und bemüht sich, die Erwartungen für künftige Tanztage, die alle zwei Jahre stattfinden, nicht ins Unermessliche steigen zu lassen. „Das ist sicher nicht beliebig erweiterbar.“

Dennoch scheint klar zu sein, dass ein solcher Erfolg immer auch an den beteiligten Personen hängt. An erster Stelle steht dabei der Ballettdirektor mit seinen über Jahrzehnte gewachsenen und gepflegten Kontakten zur Tanzszene. So ist der 65-Jährige seit 2007 – jahrelang parallel zu seiner Funktion in Oldenburg – auch Kurator für Tanz am Theater Bonn.

Und ganz offensichtlich ist seine Strategie erfolgreich, die Agenturen der international tourenden Compagnien zwar nicht zu vernachlässigen, aber vor allem auf künstlerischer Ebene mit den verantwortlichen Künstlern zu verhandeln. Auf dieser direkten Schiene ließ sich oft seine Bitte erfüllen, die Honorarforderungen möglichst herunterzuschrauben. Aber nicht immer hat es geklappt: „Ich habe mir auch Körbe geholt.“

Bei der Planung vergisst Nemitz nie, das außerordentlich begeisterungsfähige Oldenburger Publikum als besonderen Anreiz ins Spiel zu bringen. Auch bei der diesjährigen Ausgabe der Tanztage habe es nach fast jeder Aufführung stehende Ovationen gegeben, sagt Nemitz.

Planung für 2019

Zum Ende dieser Spielzeit wird er sein Amt als Oldenburger Ballettdirektor abgeben und die alleinige Verantwortung dem Chefchoreografen Antoine Jully überlassen. Die Planung für die nächsten Tanztage in zwei Jahren aber soll Burkhard Nemitz wieder übernehmen. Zum Glück!

Regina Jerichow Redakteurin (Ltg.) / Kulturredaktion
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